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 | Faszination? U-Boot - U-Boot Abzeichen |
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Faszination? U-Boot
Time Life Bücher / Buchreihe-Die Seefahrer / Band-Die Unterseeboote / © by Webmaster
U-Boot Abzeichen
Die phantasievolle Heraldik der U-Bootmänner
Als U 47 im Jahre 1939 nach seinem Schlag gegen die Briten in Scapa Flow mit voller Kraft heimwärts fuhr, griff sich ein fröhlicher Oberleutnant, Engelbert Endraß, einen Farbtopf und schmückte den Turm des U-Bootes mit der Darstellung eines schnaubenden Stiers. Der Stier, aus dem Augenblick des Triumphes geborene Schöpfung, erhielt sich auch in späterer Zeit als das Abzeichen von U 47 und war das erste Beispiel einer Mode, die sich in der ganzen U-Bootflotte ausbreitete.
Der Ursprung vieler an deutschen Unterseebooten erschienenen Abzeichen ist unbekannt. Auf U 203 brachte man das Stadtwappen von Essen an, weil die Stadt eine Patenschaft für die Besatzung übernommen hatte. Die Besatzung von U 558 entnahm ihre Losung "Holzauge sei wachsam" einer alten Volkserzählung und benutzte den einäugigen Priester, auf den sich die Aufforderung bezog, für ihr Abzeichen. Als U 338 beim Stapellauf vorzeitig von den Hellingen glitt, gab ihm die Besatzung den Spitznamen "Wilder Esel" und malte dementsprechend einen auskeilenden Esel an den Turm. In der über Monate gemeinsam erlebter Gefahren und Triumphe gewachsenen Vertrautheit schrieben die U-Bootmänner ihren Bootsabzeichen eine starke, gefühlsmäßig bedingte Bedeutung zu. Sie bestanden nicht nur darauf, sie an ihrem Boot aufzumalen, sondern verliehen den Bildern sogar eine Art Eigenleben. Die Besatzung von U 201 wählte beispielsweise einen Schneemann als Ehrung für ihren hochgeschätzten Kommandanten Adalbert Schnee. Als Korvettenkapitän Schnee später das Ritterkreuz erhielt, schmückten seine Männer auch den Schneemann entsprechend mit einem gemalten Kreuz.
U 558: Einäugiger Priester
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U 338: Wilder Esel
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U 203: Stadtwappen von Essen
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U 132: Adler mit Hakenkreuz
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U 94: Seeungeheuer und britischer Löwe
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U 124: Edelweiß
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U 47: Stier von Scapa Flow
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U 201: Schnees Schneemann
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U 216: England vom Schwert durchbohrt
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U 34: Elefant und Churchill
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Das Wappen von U703, daß die Besatzung vor Grönland 1944 in den Tot führte
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11 U-Flottille
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U-Boot 995
Als besonderes Kennzeichen trug U 995 an der Vorderseite des Turms seit seiner Indienststellung die olympischen Ringe, das Zeichen der Crew 36, der der erste Kommandant angehörte. Dieses Panier versinnbildlicht zugleich eine erhabene Geisteshaltung sowie die Bereitschaft zum ritterlichen Wettstreit. Nachdem das Boot der 13. U-Boot-Flottille in Drontheim unterstellt wurde, führte es zusätzlich das Flottillen-Abzeichen in Form eines Balkenkreuzes mit einem Wikingerschiff. Als das Boot dann zu der im Dezember 1944 in Narvik aufgestellten 14. U-Boot-Flottille abkommandiert wurde, entfernte man die alten Embleme. Ein neues Bildzeichen zierte fortan die Turmstirnwand, die "Fang-den-Hut-Spieler", ein ins Heitere verlagerter Hinweis auf die inzwischen mörderisch gewordenen Jagdgesetze des U-Boot-Krieges. Anfangs wurde das Zeichen als runde Plakette an den Turm gemalt, später dann wurden aus Blech gefertigte Figuren angeschweißt. Alsbald heimste sich das Boot auf der Küstenklatschwelle den Titel "U-Fang-den-Hut" ein. U 995, ebenso wie andere Boote, trug stolz seine Kennzeichen, obwohl Befehle der Kriegsmarine die Entfernung der Zeichen vor dem Auslaufen zur Feindfahrt verlangten. Heute dienen diese Bildzeichen zur Identifizierung der Boote auf alten Fotos.
U 995: Olympische Ringe |
U 995: Balkenkreuz mit Wikingerschiff
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U 995: Fang den Hut
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