Das 1. U-Boot-Geschwader
In der Vergangenheit
Geschwaderwappen
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Bereits vor der eigentlichen Gründung des 1. Ubootgeschwaders wurde am 01.10.1961 in Kiel, dem späteren Heimathafen, ein Vorkommando zusammengestellt. Die Indienststellung des ersten Bootes der Klasse 201 (U 1) am 20.03.1962 kann dann als die eigentliche Geburtsstunde des 1. Ubootgeschwaders angesehen werden. In kurzen Zeitabständen folgten 5 weitere Boote. Die Sollstärke von 12 Booten und einer Unterstützungseinheit (Tender Lahn) erreichte das 1. Ubootgeschwader allerdings erst am 14.01.1969 mit der Indienststellung von U 12. Zahlreiche konstruktive und technische Änderungen bildeten hierfür den Hintergrund, der sich unter anderem in der Änderung des Typs von 201 auf 205 äußerte. Waren die Einsätze der ersten Jahre hauptsächlich durch Ausbildung und Funktionsnachweise aller Art geprägt, richteten sie sich sehr schnell an den damals vorherrschenden politischen und geostrategischen Gegebenheiten aus. Das Operationsgebiet der Uboote waren die Ost- und Nordsee, sowie die Ostseezugänge, welche im Rahmen der "Vorneverteidigung" der NATO gesichert werden mußten.
Im Hinblick auf die Zielstruktur "Marine 2005" wurde das 1. Ubootgeschwader
bereits im Januar 1993 als Abteilung in den Stab der Ubootflottille aufgenommen. Mit dem Umzug der Ubootflottille von Kiel nach Eckernförde im Februar 1998 erfolgte die endgültige Einnahme der Zielstruktur. Heute besteht das 1. Ubootgeschwader aus den folgenden Einheiten:
1 Uboot der Klasse 205A (U 11) als Ziel-Uboot, versehen mit einer zweiten Hülle zum Schutz vor versehentlichen Direkttreffern.
1 Uboot der Klasse 205B (U 12) als Sonarerprobungsträger.
4 Ubooten der Klasse 206A (U 25, U 26, U 28,
U 30)
sowie einer Unterstützungseinheit, dem Versorger Klasse 701C
(Meersburg) (siehe Bild rechts).
Versorger Meersburg
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Heute leisten 224 Soldaten Dienst im 1.Ubootgeschwader. Der größte Teil des Personals bildet dabei die Besatzungen der 6 Uboote und des Tenders Meersburg. Die Auflösung des Warschauer Paktes und die NATO-Osterweiterung haben das Aufgabenprofil der Unterseeboote stark verändert. Mehrmonatige Mittelmeereinsätze und sogar Atlantiküberquerungen, wie zuletzt 1999 durch U 15, U 25 und den Tender Meersburg, sind nahezu selbstverständlich. Die Unterseeboote des 1.Ubootgeschwaders nehmen an allen wichtigen NATO-Manövern im Nordatlantik und im Mittelmeer teil. Zu den herausragenden Einsätzen gehören hier sicherlich der erste deutsch-italienische Torpedoschießabschnitt im Mittelmeer 1998 und der erste Torpedoschießabschnitt mit amerikanischer Beteiligung in der Karibik 1999. Für das Jahr 2003 ist der Zulauf des ersten von vier Ubooten der Klasse 212 geplant. Diese Boote verfügen über einen aussenluftunabhängigen Antrieb und werden dem 1.Ubootgeschwader zugeordnet.