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Faszination? U-Boot - Deutsche Marine

 
Faszination? U-Boot

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Unterseeboote in der Deutschen Marine

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U 2540 Wilhelm Bauer
Unterseeboot Wilhelm Bauer Wilhem Bauer

1945 gehörte U 2540 (Bild links Wilhelm Bauer) der 31. U-Flottille an. Am 3./4. Mai wurde es durch britische Thyphoon-Jagdbomber versenkt. 1957 gehoben. Unter dem Namen Wal wurde es vom 3.11.1958 an bei den Howaldswerken in Kiel grundüberholt. Durch eine Sondergenehmigung wurde Deutschland gestattet, das Boot für die Bundesmarine in Dienst zu stellen, allerdings ausschließlich zu Versuchs- und Erprobungszwecken.
Als Wilhelm Bauer wurde es am 1.9.1960 für die Marinewaffenversuchsstelle / Marineunterwasserwaffenschule in Dienst gestellt. Heimathafen war seit Oktober 1963 Eckernförde. 1968/70 ist es bei Blohm + Voss vollständig umgebaut worden. Es kam am 20.5.1970 mit Zivilbesatzung für die Erprobungsstelle 71 des Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung wieder in Fahrt. Ab 28.11.1980 im Marinearsenal Wilhelmshaven aufgelegt, erfolgte am 15.3.1982 die endgültige Außerdienststellung.

Die Anfänge
Abgesehen davon, daß die Pariser Verträge vom 23.10.1954 nur 12 U-Boote mit einer Größe von 350 ts (ts = englische Tonne / 1 ts = 1 016 kg) vorsahen und erst im Laufe der Zeit auf Antrag der NATO die Westeuropäische Union Anzahl und Größe heraufsetzte (1962 zuerst auf 400 ts, dann im selben Jahr auf 1 000 ts, 1973 auf 1 800 ts), stellten sich bei den ersten Booten Mängel an dem amagnetischen Baustahl heraus. Erst mit U 9 waren diese behoben.
Als Schulboote konnte die Bundesmarine drei Boote der ehemaligen Kriegsmarine in Dienst stellen. Diese Boote, die der Unterwasserwaffenschule, dem Kommando der Amphibischen Streitkräfte bzw. der U-Bootslehrgruppe unterstanden, erhielten Namen, ebenso wie zwei als Versuchsboote eingesetzte kleine Neubauten, die der Erprobungsstelle 71 des Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung zugeteilt waren.

Die U-Boote in der Deutschen Marine
U-Boot Klasse 206 U-Boot Klasse 206

Mit ca. 500 Tonnen Verdrängung gehören die deutschen U-Boote im internationalen Vergleich zu den kleinsten, aber auch zu den wendigsten bewaffneten Unterwasserfahrzeugen. In acht Bugrohren tragen die Boote der Klasse 206A drahtgelenkte Torpedos, die sie auf große Entfernung einsetzen können. Die hierzu notwendigen elektronischen Ortungs- und Datenverarbeitungsanlagen wurden mit dem Modernisierungsprogramm 206A auf den neuesten Stand der Waffentechnik gebracht.
Geringe Schallabstrahlung, verbunden mit amagnetischer Bauweise (auch zum Schutz gegen Minen) erschweren die Ortbarkeit der kleinen dieselelektrisch betriebenen Boote, die sich aufgrund bester Manövriereigenschaften hervorragend für getauchte Einsätze auch in minengefährdeten Flachwasserregionen eignen. Getaucht können die Boote noch bei Wassertiefen von ca. 20 Meter manövrieren. U 11 und U 12, beides Boote der Klasse 205, werden zur Zieldarstellung bzw. als Erprobungsträger für neue Techniken eingesetzt.
Die insgesamt 12 Uboote der Klasse 206A wurden zwischen 1973 und 1975 in Dienst gestellt, sie sind/waren in Eckernförde stationiert.
Die U-Boote gehörten zum ERSTEN und DRITTEN Ubootgeschwader.

Technische Daten

  • Maße (Länge /Breite /Tiefgang): 48,6m / 4,6m / 4,5m
  • Einsatzverdrängung: 450t (Überwasser), 498 t (getaucht)
  • Leistung: 1.320 kW (1.800 PS) Diesel-Elektrischer Antrieb
  • Geschwindigkeit: 10 kn Überwasser, 17 kn getaucht
  • Besatzung: 22

Bewaffnung

  • 8x 533 mm STN Atlas DM2A3 Torpedos (kabelgelenkt)
  • Minenlegekapazität (GRP Container mit 12 Minen)

Eins ist sicher: Ubootfahren ist nichts für ängstliche Gemüter. Es fordert mehr als nur Begeisterungsfähigkeit, sich als einer von 25 Mann einer Ubootbesatzung zu qualifizieren.
Trotz der beengten und nicht unbedingt komfortablen Lebensumstände an Bord muß ein Ubootfahrer ein gerütteltes Maß an Fachwissen, Entscheidungsfreudigkeit und Kameradschaft sowie Leistungsbereitschaft verbunden mit einem Schuß Humor besitzen. Die Besatzung der modernen Uboote der Marine umfaßt 6 Offiziere, 6 Portepeeunteroffiziere und 13 Unteroffiziere/Mannschaften. Sie bringen ihr Können ein, um die volle Einsatzbereitschaft des Waffensystems Uboot sicherzustellen. Das in seiner jetzigen Form seit 1998 bestehende Ausbildungszentrum Uboote (AZU) in Eckernförde hat die Aufgaben, junge Marinesoldaten zu U-Bootfahrern auszubilden und anschließend leistungsfähige Teams zu bilden. Dabei bedient es sich modernster Ausbildungsmethoden wie Computerunterstützung und verschiedenste Simulatoren.

Seit jeher werden auch Kontakte zu ausländischen Marinen geknüpft. Heute und zukünftig werden U-Bootfahrer aus den verschiedensten Nationen am AZU für ihre Aufgaben ausgebildet.

U-Boote an der Pier U-Boote an der Pier (Eckernförde)

Neben der Deutschen Marine griffen zahlreiche Nationen zum Training ihrer Ubootfahrer auf diese Einrichtungen zurück. Dies waren u.a. Argentinien, Chile, Dänemark, Frankreich, Indonesien, Kolumbien, Peru, Singapur, Thailand und die Vereinigten Arabischen Emirate.
Schon jetzt findet die Ausbildungsplanung für die Uboote 212A statt.
Der Stützpunkt Eckernförde ist der Typstützpunkt der Ubootflottille. Dem Marineabschnittskommando Nord unterstellt gewährleistet das hier stationierte Personal die reibungslose Versorgung der Uboote im Hafen. Benannt ist der Stützpunkt nach dem Korvettenkapitän Alfred Kranzfelder.

Die weltweit modernsten konventionellen U-Boote, die Klasse 212A, werden ebenfalls Eckernförde als Heimathafen haben. Für die ab dem Jahr 2004 in Dienst befindlichen Boote werden am Ausbildungszentrum U-Boote bereits heute Ausbildungsgänge durchgeführt und Infrastrukturmaßnahmen für den Aufbau neuer Trainingseinrichtungen vorgenommen.
Hohe Beweglichkeit für Operationen in flachen und engen Gewässern mit geringstmöglichen Schnorchelzeiten für Batterieladung haben bereits die Konstruktion der deutschen U-Bootklasse 206.
U-Boot der Klasse 212A U-Boot der Klasse 212A
Die Weiterentwicklung der Ortungstechnik und die zunehmende Zahl der U-Bootjagdmittel sowie das erweiterte Einsatzgebiet erforderte die Entwicklung der neuen U-Bootgeneration Klasse 212.
Die Unterseeboote der Klasse 212 besitzen einen auf der Welt einmaligen Hybridantrieb. Entworfen wurde dieses System mit der Absicht, U-Booteinsätze über mehrere Wochen hindurch im dauergetauchten Zustand und weitgehend unabhängig von Außenluftzufuhr zu ermöglichen. Die Hybrid-Anlage setzt sich aus einem Dieselgenerator, einer Fahrbatterie, einer Brennstoffzellenanlage und dem Fahrmotor zusammen. Die Brennstoffzellen-Anlage, die Wasserstoff und Sauerstoff geräusch- und abgaslos direkt in elektrische Energie umwandelt, zeichnet sich durch einen hohen Wirkungsgrad und geringen Wartungsaufwand aus. Neben dem Gleichstrom fällt bei der Energieumwandlung als einziges Reaktionsprodukt destilliertes Wasser an.
Der Zulauf der Uboote der Klasse 212 zur U-Bootflottille erfolgte ab April 2004.

Technische Daten

  • Maße: (Länge / Breite /Tiefgang): 56m / 7,0m / 6,0m
  • Höhe über Zentralaufbau: 11,5m
  • Einsatzverdrängung: 1.450 t Überwasser, 1.830 t getaucht
  • Antrieb: Brennstoffzelle/Batterien (außenluftunabhängig); 3.120 kW (4.243 PS)
  • Geschwindigkeit: 12 kn über Wasser, 20 kn getaucht
  • Besatzung: 27 Mann
  • Druckkörper: amagnetischer Stahl
  • Antriebsanlage

  • Dieselgenerator
  • Fahrmotor: Permasyn-Motor
  • Brennstoffzellenanlage: 9 Module
  • Fahrbatterie: Spannungshub 300 - 600 V
  • Geräuscharmer Skew-Back-Propeller
  • Bewaffnung

  • 533 mm Torpedos STN DM 2A4
  • Minenlegekapazität (ähnlich Klasse 206 A)
  • Die Einsätze der Ubootflottille
    Uboote nehmen an allen NATO-Manövern teil, bei denen ein Ubooteinsatz vorgesehen ist. In eigener Regie führt die Ubootflottille jährlich zwei Torpedoschießabschnitte und Auslandsausbildungsreisen durch.
    Die meisten dieser Übungen sind mit mehrtägigen Aufenthalten in Auslandshäfen verbunden, die sowohl in Nord- und Südeuropa aber auch in Puerto Rico oder an der Ostküste der Vereinigten Staaten von Amerika liegen können.
    Dabei werden Uboote zunehmend in einen Manöververband integriert, um Aufklärung- oder Überwachungsaufgaben zu übernehmen. Dennoch bleiben sie grundsätzlich auf sich allein gestellt und operieren als Einzelfahrer. Für Boote dieser Größenordnung ist dies einmalig in der Marine und wird von der Besatzung geschätzt.

    Die Zukunft der Ubootflottille
    Seit 1991 wurden die Uboote der Klassen 205/206 nach und nach außer Dienst gestellt.
    Um angesichts abnehmender Ubootzahlen den gestiegenen Anforderungen an die Leistungsfähigkeit von Ubooten in der Zukunft gerecht zu werden, plant die Marine zur Zeit das Uboot der Klasse 212.
    Aufgrund der Ausrüstung mit tieffrequenten Akustiksensoren sowie weitgehender Außenluftunabhängigkeit durch Verfügbarkeit eines Mischantriebs mit wahlweise dieselelektrischer Energieerzeugung oder Einsatz von Brennstoffzellen, wird es für die U-Jagd wie für die Seezielbekämpfung gleichermaßen gut geeignet sein.
    "Das Boot und seine Vorgeschichte" Uboote haben in der Deutschen Marine eine fast 100jährige Tradition. Durch ihre Unkalkulierbarkeit stellen sie eine ständige Abschreckung dar und binden permanent gegnerische Kräfte in allen drei Dimensionen. Dabei war von jeher die entscheidende Frage, wie lange ein Uboot unter Wasser bleiben kann.
    Hohe Beweglichkeit für Operationen in flachen und engen Gewässern mit geringstmöglichen Schnorchelzeiten für Batterieladung haben bereits die Konstruktion der deutschen Ubootklassen 205 und 206 geprägt.
    Die Weiterentwicklung der Ortungstechnik und die zunehmende Zahl von U-Jagdmitteln sowie das erweiterte Einsatzgebiet erforderte die Entwicklung der neuen Ubootgeneration Klasse 212.
    Die extrem günstigen Signaturen, der Brennstoffzellenantrieb sowie die Ortungs- und Waffenausrüstung machen die Uboote Klasse 212 in allen denkbaren Operationsgebieten zu einem Waffensystem mit großen Erfolgsaussichten. Dabei zeichnet sich der Bootsentwurf durch hohe Verfügbarkeit und niedrige "Life Cycle Costs" für die Nutzungsphase der Boote sowie eine konsequente Raumplanung zur Erhaltung der Einsatzbereitschaft der Besatzung aus.
    U-Boot der Klasse 212A U-Boot der Klasse 212A

    Auf Grundlage der endgültigen Spezifikation aus der Definitionsphase wurde im Juli 1995 der Bauvertrag für das Vorhaben U212 in Kraft gesetzt. Damit wurde der Grundstein für ein zukunftsorientiertes Waffensystem und eine Stärkung der Verteidigungskraft der Deutschen Marine gelegt.

    Ich habe diese Seite nicht aktuallisiert, da es im Netz sehr viele Seiten über die aktuelle U-Boot-Flottille gibt.
    Ich verweise hier auf den unten stehenden Link der Deutschen Marine.

    Die offizielle Homepage der Deutschen Marine
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