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Unterseeboot 995

Unterseeboot 995

© by Hr. Dr. H.G. Hess / © by Hr. Bernhard Dopke / © by webmaster
© by Karl Müller Verlag / © by HESS-PRESS

Indienststellung des Neubaus U 995
Am 16. September 1943 findet in Hamburg die feierliche Indienststellung des Neubaus U 995 statt. Auf das Kommando: "Oberdeck stillgestanden! Front zur Flagge!" hissen die Signalgasten die deutsche Kriegsflagge

U 995 wurde unter der Baunummer 195 bei Blohm & Voss in Auftrag gegeben. Die Kiellegung fand am 25. November 1942 statt, die U-Boot-Jagd im Atlantik und anderen Weltmeeren strebte bereits ihrem Höhepunkt zu. Es war das erste VIIC/41-Boot der Hamburger Großwerft.
Am 22. Juli 1943 erfolgte der Stapellauf, die künftige Besatzung war in unmittelbarer Nähe der Werft in festen Unterkünften einquartiert.
Im Falle U 995 verzögerte sich gegenüber anderen Booten der Terminplan, da die Elbmetropole wenige Tage nach dem Stapellauf von U 995 unter einem Großangriff alliierter Luftstreitkräfte zum Teil in Schutt und Trümmer versank. U 995 erlitt einen schweren Treffer im Achterschiff; seine Indienststellung war ernsthaft in Frage gestellt. Die Barackenunterkünfte der Mannschaft waren zerbombt. Doch letztlich gelang es dem Werftpersonal, das Boot dennoch fertigzustellen.
Die Besatzung vor dem Turm
Die Besatzung vor dem Turm. Hier ist das letzte Erkennungszeichen von U 995 zu sehen: Fang den Hut. Anfangs wurde das Zeichen als runde Plakette an den Turm gemalt, später dann wurden aus Blech gefertigte Figuren angeschweißt.
Zu den technischen Daten, bitte auf das Bild klicken
Nach Fertigstellung des Neubaus übergibt der Leiter der Baubelehrung Korv.Kapt. Becker das Kommando über U 995 an den Oblt. z. See Walther Köhntopp. Die Besatzung feiert nach erfolgreichem Abschluß ihrer Ausbildung in der Danziger Bucht im Offizierskasino von Hela ihren Abschied von der Heimat. Anschließend, nach kurzem Zwischenstopp in Kiel, soll die Besatzung mit ihrem Boot zum ersten Fronteinsatz auslaufen.
U 995 im Hafen von Hela
U-Boot 995 (außen liegend) Weihnachten 1943 im Hafen von Hela. Im Hintergrund ein auf Grund liegendes polnisches Kriegsschiff

Fang den Hut - Letztes Turmabzeichen von U-995
Fang den Hut

 



Als U 995 mit ungewisser Zukunft den Heimathafen verläßt, bleiben die Ehefrauen der wenigen Verheirateten seltsam berührt zurück. Wann werden sie ein Lebenszeichen von sich geben? Wie wohl wird die Kunde sein? Viele bange Fragen drängen sich auf. Wochen und Monate der Ungewißheit liegen vor ihnen.
Blick vom oberen Wintergarten Blick vom oberen Wintergarten
U 995 verlegt mit zwei weiteren VII-C-Booten nach Norwegen. Ein gefährlicher Marsch durch das von feindlichen Flugzeugen kontrollierte Kattegat und Skagerrak hat das Boot zu durchstehen. Auf seinem Wege wird U 995 mehrfach von gegnerischen Flugbooten angegriffen und durch Bomben schwer beschädigt. Das Boot muß Drontheim anlaufen, wo die Einsatzschäden im U-Boot-Bunker behoben werden. Im "Schären"-Marsch geht es von Drontheim nach Norwegen. Im Achterschiff schlagen dröhnend aber zuverlässig die zwei leistungsstarken Herzen des Bootes, die Dieselmotoren, die ihre Kräfte über die angekuppelten Stevenwellen auf die Schiffsschrauben übertragen. An den Fahrständen wachen die Maschinisten über die Instrumente. Unablässig dröhnt es dem Maschinenpersonal in den Ohren, das Kartoffelkartoffelkartoffel...

Stützpunkt Narvik ist erreicht; Einsatzhafen der 13. U-Boot-Flottille, der auch künftig U 995 angehört. Im von kargen Berghängen umgebenen Fjord liegt die Befehlsstelle der Aviso "Grille", die einstige zu Repräsentationszwecken vorgesehene Führerjacht.
Landschaftsaufnahmen, welche von Besatzungsmitgliedern gemacht wurden, sind leider selten, da sie diese den Norwegern abgeben mußten
Die Aufnahme machte der I. Funkmaat von U 995 vom Wohnschiff Stella Polaris aus.
(Landschaftsaufnahmen, welche von Besatzungsmitgliedern gemacht wurden, sind leider selten, da sie diese den Norwegern abgeben mußten)

Lebenslauf U995
Während die Atlantikschlacht ihren Höhepunkt erreichte, fügten im Sommer 1943 Facharbeiter der Hamburger Werft Blohm & Voss neue Stahlsektionen für den Serienbau U 995 zusammen.
Das Grundgrüst bei Baubeginn Der Baubeginn
Am 27.7.1943 erfolgte der Stapellauf. Wenige Tage darauf wurde die Elbmetropole von schweren Bombenangriffen heimgesucht. U 995 erlitt schwere Schäden im Achterschiff, so daß seine Verwendung als Tauchboot in Frage gestellt war. Nur dem Können und Einsatz des Werftpersonals war es letztlich zuzuschreiben, daß das Boot dennoch am 16. September mit feierlichem Gepränge vom Kommandanten Kapitänleutnant Köhntopp in den Dienst der Kriegsmarine gestellt werden konnte.
Der Neubau wurde vorerst der 5. U-Boot-Flottille in Kiel zugeteilt. Am 18.9.43 trat das Boot seine Fahrt zur Ausbildungsgruppe für Frontboote nach Hela an. Nachdem dem Boot und seiner Besatzung nach sorgfältiger Ausbildung die Frontreife zugestanden wurde, konnte es zum Fronteinsatz ausgerüstet werden. Am 25. April 1944 verließ es Kiel und bezog vorerst als Bereitschaftsboot der Gruppe Mitte an der Südspitze des norwegischen Küstenvorfeldes Stellung, da die Kriegsleitung mit einer alliierten Invasion auf Jütland rechnete.
Zigarettenpause an Oberdeck Die Ruhe vor dem Sturm
Mitte Mai konnte die Bereitschaftsstellung in der Nähe Kristianssands aufgegeben werden und das Boot in Richtung Norden geschickt werden. Auf dem Verlegungsmarsch widerfuhr dem Boot die erste Feuertaufe, indem es mehrmals von gegnerischen Catalina- und Sunderland-Flugbooten angegriffen und gebombt wurde. Dem seemännischen Können seines Kommandanten war es zu verdanken, daß das Boot den platzierten Bombenangriffen der angreifenden Maschinen ausmanövrieren konnte. Knapp der Vernichtung entronnen, erreichte das Boot schwer angeschlagen Drontheim.
Am 3. Juli 1944, U 995 gehörte ab Juni 1944 zur 13. U-Boot-Flottille in Drontheim, verließ es nach kurzem Aufenthalt den Einsatzhafen Narvik und schloß zu der U-Boot-Gruppe Trutz auf, mit der es in der Nähe von Jan Mayen einen Vorpostenstreifen gegen jene alliierte Geleitzüge bildete, die Kriegsmaterial nach Murmansk beförderten. Ständig mußte sich das Boot gegen Überraschungsangriffe feindlicher Bombenflugzeuge mit seinen Bordwaffen erwehren, fand kaum Gelegenheit, über Wasser zu marschieren, um seine Batterien aufzuladen.

Angriff auf ein U-Boot
Das Boot muß sich wehren

Nahestehende Boote der Gruppe Trutz fielen den feindlichen Bombenangriffen zum Opfer; das Unternehmen Trutz wurde zum Fehlschlag. Bombenschäden bewirkten, daß U 995 nur noch bedingt tauchklar war. Es mußte zur Reparatur den U-Boot-Bunker in Drontheim anlaufen.
Nach Narvik zurückbeordert, rüstete sich das wiederhergestellte Boot zu einer Minenunternehmung aus. Ende August verließen die als Gruppe Dachs zusammengefaßten Boote U 636, U 425, U 956, U 968, U 992 und U 995 die Reede von Hammerfest und drangen auf dem sibirischen Seeweg bis 60 Grad nördlicher Länge vor.
U 995 auf Marschfahrt U 995 auf Marschfahrt
Vollbeladen mit seiner gefährlichen Fracht geriet U 995 in eine Falle, die ihm mehrere Kriegsschiffe einer der gefürchteten alliierten U-Jagd-Gruppen gestellt hatten. Mit knapper Not und viel Geschick seines Kommandanten konnte U 995 unter Wasser entkommen. Südlich von Nowaja-Semlja legte es am Abend des 4. September 1944 vor des Gegners stark bewachter Haustür eine Minensperre, nämlich vor die Jugor-Straße, einer Durchfahrt zur Kara-See. Nachdem die erste Ladung der TMC-II-Minen die Torpedorohre verlassen hatte, wurde fieberhaft nachgeladen. Die letzte Magnetmine fiel eine Stunde nach Mitternacht auf den Meeresboden. Nach dieser seemännischen Bravourleistung kehrte U 995 am 14. September 1944 unbehelligt nach Narvik zurück.
Alsbald stand U 995 wieder mit weiteren Booten der Gruppe Zorn im Nordmeer auf Position, um den Murmansk-Konvoi RA 60 abzufangen. Der gemeldete Geleitzug wurde nicht aufgespürt, und die Boote kehrten nach Narvik zurück.
Ein jüngerer Kommandant, Oberleutnant z.S. Hess, löste Kapitänleutnant Köhntopp ab. Als er am 14. Oktober mit U 995 zur Unternehmung auslief, hatte er das beruhigende Gefühl, eine erprobte Besatzung übernommen zu haben, die allen Unwägbarkeiten gewachsen war. Als Boot der U-Boot-Gruppe Panther versuchte U 995 in Höhe der Bäreninsel vergeblich während einer Konvoi-Operation auf einen Flugzeugträger-Verband zum Schuß zu gelangen. Anschließend steuerte U 995 befehlsgemäß die Ein- und Auslaufwege von Murmansk an.
In der Nacht vom 26. bis 27. Oktober überraschte U 995 in der Barents-See die britische 15. Eskort-Gruppe, bestehend aus fünf Fregatten der Captain-Klasse.

Das Gefecht fand vor Murmansk im Seegebiet 71° 30' bis 71° 36' N und 35° 00' bis 35° 20' O entsprechend dem deutschen Marinequadrat AC 8314 zwischen den Fregatten der britischen 15th Escort Group und U 995 statt. Um 0.00 Uhr schoß U 995 aus Rohr 5 einen akustisch-zielsuchenden Torpedo (Zaunkönig) als Wendeschuß auf die zuerst gesichtete Fregatte Stb.-Seite; um 0.02 Uhr aus Rohr 1 einen gleichen Torpedo auf die Fregatte Stb. voraus. Unmittelbar danach tauchte das Boot. Kurz darauf detonierten die Torpedos. Der Kommandant nahm an, die 1. Fregatte vernichtend getroffen zu haben, obwohl keine Sinkgeräusche zu hören waren. Britischen Quellen zufolge verfehlten beide Torpedos ihre Ziele. Anschließend machten die britischen Schiffe (es handelte sich um die Fregatten der Captain-Class Louis, Lawson, Inglis und Mounsey) Jagd auf U 995. Jedoch gelang es ihnen aufgrund der ungünstigen Wasserschichtungen in dem Seegebiet nicht, das Boot genau zu orten. U 995 konnte entkommen

In Erwartung eines PQ-Geleitzuges bildete U 995 mit anderen Booten der Gruppe Panther erneut einen Vorpostenstreifen nördlich von Murmansk. Am 11. November 1944 machte es wieder im Stützpunkt Narvik fest.
Bereits Ende des Monats lief das Boot wiederum aus, um das Küstengebiet bei Murmansk anzusteuern. Am 4. Dezember 1944 verfolgte es östlich der Rybatschi-Halbinsel ein vom Kola-Fjord nach Petsamo laufendes sowjetisches Küstengeleit, bestehend aus einem Handelsdampfer und zwei Wachfahrzeugen. Bevor das Geleit den Zielhafen erreichen konnte, machte U 995 einen Torpedo-Dreierfächer auf den Dampfer los, der von der Torpedodetonation erschüttert wurde, doch wider Erwarten schwimmfähig blieb.
In den ersten Morgenstunden des 5. Dezember 1944 tauchte U 995 in der Murman-See auf und sichtete in knapp 3500 m Entfernung drei große Dampfer, die von mehreren Bewachern eskortiert wurden. Wieder verließen drei flächenabsuchende Torpedos die Bugrohre von U 995. Ein etwa 6000 BRT großer Dampfer wurde getroffen und sackte vorübergehend achtern ab. Das Geleit kam in spitzer Lage auf, voraus drei Geleitfahrzeuge und ein Kanonenboot der Lenin-Klasse. Am Ende des Konvois sicherten zwei weitere Bewacher, offenbar Torpedoboote der Burja-Klasse. Die Flanken der in doppelter Kiellinie fahrenden Dampferkolonne deckten mehrere Motorboote ab.
Zigarettenpause auf dem Wintergarten
Zigarettenpause auf dem Wintergarten im Schutze der Turmwandung; ein langersehnter Genuß für alle Unterdeckfahrer (links: L.I. Wellnitz, daneben I. WO Schröder)
U 995 nahm zuerst einen Bewacher ins Fadenkreuz seiner Zieloptik, der mit einem Dampfer in Deckung lag, und schoß aus seinem Heckrohr (Rohr V) einen Wendeschuß. Es lief mit langsamer Fahrt dem Geleit voraus, ließ die seitlich des Konvois fahrenden Sicherungsboote passieren. Drei Minuten nach dem Heckschuß verließ ein zweiter Wendeschuß Rohr II und strebte auf einen 7000 BRT großen Dampfer zu, der als Liberty-Schiff klassifiziert wurde. Obgleich ein Bewacher den Angriff bemerkte und sofort seinen Bug in Richtung des deutschen Bootes wendete, feuerte U 995 einen dritten Wendeschuß aus Rohr III ab und suchte Schutz in der Tiefe. Als eine Torpedodetonation das Meer erschütterte, stieß U 995 in 160 Metern Tiefe auf Grund. Eine Stunde nach der Grundberührung tauchte das Boot mit nachgeladenem Heckrohr wieder auf, um das Gebot der Stunde zu nutzen. Mit dem aus Rohr V abgeschossenen T5-Torpedo erzielt es auf dem bereits zuvor torpedierten Dampfer einen vernichteten Treffer.
Vor Nukujew versenkte U 995 drei Tage vor Weihnachten den kleinen Motorfischer Som mit Rammstoß. Am 23. Dezember 1944 setzte U 995 zwei Mann der Besatzung mit einem Schlauchboot zur Erkundung auf einer der Küste vorgelagerten Inseln ab. Leider gab es auf dem öden Eiland nichts, was den weihnachtlichen Festschmaus hätte bereichern können. Am 26. Dezember 1944 versenkte U 995 einen bewaffneten Fischdampfer. Drei Tage darauf führte es im dichten Schneetreiben einen schneidigen Angriff auf einen Munitionsdampfer aus. Die riesige Feuersäule des zerberstenden Schiffes erhellte augenblickslang die gespenstische Kulisse des Nordmeeres.
Anfang Januar 1945 wurde die U-Boot-Gruppe Stier, darunter auch U 995, in der Bäreninsel-Enge vergeblich auf den Konvoi JW 63/RA 63 angesetzt. Einen Monat später stand U 995 wieder im Operationsgebiet vor der Murnau-Küste. Am 8. Februar 1945 schlich sich das Boot nachts mit vollgefluteten Tauchzellen, so daß lediglich der Turm aus dem Wasser ragte, in den Fjord von Kirkenes Hafen, legte sich auf Grund, um die Helligkeit abzuwarten. gegen siebzehn Uhr fünfzehn schoß U 995 in Kirkenes Hafen zuerst einen Zweierfächer und anschließend einen Einzeltorpedo auf den an der Kohle-Pier liegenden Frachter Idefjord. Für dieses wagemutige Bravourstück wurde dem Kommandanten das Ritterkreuz verliehen.
Ubootbesatzungen genossen einen Sonderstatus, für die Männer wurden entsprechende Freizeiteinrichtungen geschaffen Freizeit für die Besatzung
Ende Februar 1945 stand das Boot nördlich der Kola-Küste auf Position. Im Märzbeginn 1945 versenkte es ein sowjetisches Geleitboot. Am Morgen des 20. März meldete U 995 zwei Dampfer torpediert. Ein dritter, die unter amerikanischer Flagge laufende Horace Bushnell, wurde nach dem Treffer von U 995 von ihrer Besatzung auf den Strand gesetzt. Sie konnte nicht geborgen werden und galt als Totalverlust.
Am 23. März 1945 kehrte das Boot von seiner letzten Feindfahrt unversehrt nach Narvik zurück. Anschließend verlegte es nach Drontheim zwecks Einbau eines Schnorchels. U 995 war aller Wahrscheinlichkeit nach das letzte deutsche VIIC-Frontboot, das ohne Schnorchel zum Einsatz gekommen ist.
Musterung vor dem Boot Musterung vor dem Boot

Die deutschen U-Boote standen einer erdrückenden feindlichen Materialübermacht gegenüber. Was nützte alle Tapferkeit der Männer in den wenigen Booten, die noch an die Front geschickt wurden, wenn ihre Gegner durch Funkaufklärung alle ihre Marschrouten, ihre Standorte und ihre Operationsabsichten bis ins Detail kannten. Der Krieg im Atlantik war längst durch die Aktivitäten der alliierten Geheimdienste entschieden worden. Special Intelligence-Abteilungen bestimmten das für die U-Boote so tragisch gewordene Geschehen auch auf dem Nordmeer. Die Briten gaben seit Monaten jedem deutschen Boot nur eine Überlebenschance von höchstens vierzig Tagen, und statistisch gesehen, hätte auch U 995 längst versenkt sein müssen. Noch eine Fahrt, und wir gehen hops, sagten sich die Männer von U 995, zumal sie von ihrem Kommandanten wußten, wie waghalsig er war.
U-Boote sind technische Meisterleistungen
Jeder U-Boot-Fahrer mußte technisches Verständnis haben...
Der U-Bootkrieg war bis zur letzten Stunde den VIIC-Booten und ihren Besatzungen vorbehalten. Während die alliierte Bombenoffensive deutsche Städte und Menschen vernichtete, die Mobilisierung für den Endkampf und die Reichsverteidigung anlief, fuhren bis zum bitteren Ende VIIC-Boote hinaus.
Jedes Besatzungsmitglied muß diese Technik im Schlaf beherrschen
...U-Boote sind ein kompliziertes Zusammenspiel technischer Komponenten

Als das Kriegsringen beendet war, begann das letzte große Sterben der grauen Wölfe. Etwa 200 Kommandanten versenkten unter dem Losungswort Regenbogen ihre Boote eigenmächtig. Aus Wilhelmshaven, Kiel, Horton, Kristiansand, Stavanger, Bergen und Drontheim wurden die übrigen Boote nach britischen Sammelplätzen überführt. Da sich U 995 nach der deutschen Kapitulation nicht im fahrbereiten Zustand befand, konnte es nicht die Fahrt nach England antreten. Ab 25. November 1945 schlug für die in Siegerhand gefallenen deutschen Boote die letzte Stunde vor der nordirischen Küste, westlich der Hebriden, den Bloody Forelands!

 



Welchen Gesprächsstoff hatten U-Boot-Männer?
Welchen Gesprächsstoff hatten U-Boot-Männer?

Bis zum 7. Januar 1946 hatten englische Einheiten alle Boote im Rahmen der Operation Deadlight versenkt. Ausnahmen bildeten lediglich einige neue Bootstypen, die unter den Siegermächten aufgeteilt wurden.
U 995 war am 8.5.1945 von Oberleutnant z.S. Hess außer Dienst gestellt worden und verblieb zusammen mit U 310 und U 315 in Drontheim. Die Besatzung wurde bis zu ihrer Rückkehr nach Deutschland in Norwegen interniert.

 

Die Internierung der Besatzung von U 995
U 995 und seine Besatzung erleben das Kriegsende in Drontheim. Vor der Abmusterung im Mai 1945 entsteht das letzte Foto der Besatzung "an Land".

 

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