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Faszination? U-Boot - Weitere Boote - Endschicksal - Technische Daten

Weitere Boote - Endschicksal - Technische Daten
Leider kann ich zu den genannten Booten keine Fotos veröffentlichen, da die Urheberrechte nicht geklärt sind !


U-Boot-Abzeichen

 

Unterseeboot U 26 (Typ I A)
Nach dem Ersten Weltkrieg war der Deutschen Marine der Bau von Unterseebooten gänzlich untersagt. Um technisch weiter auf dem laufenden zu bleiben, gründeten einige deutsche Werften mit finanzieller Unterstützung der Marineleitung in Holland ein U-Boot-Konstruktionsbüro (INGENIEURS KANTOOR VOOR SCHEEPSBOUW). Dieses entwickelte in den Jahren 1927/28 einen Bootstyp, der 1930 von der spanischen Werft Echevarrieta in Cadiz als E 1 gebaut wurde und den dann die türkische Marine 1935 als GÜR in Dienst stellte. Daher konnte die Kriegsmarine bei Verkündigung der Wehrhoheit bzw. nach Abschluß des Flottenvertrages mit Großbritannien 1935 sofort baureife U-Boote in Auftrag geben. So auch die zwei U-Boote vom Typ I A, U 25 und U 26, als deren Vorläufer das türkische U-Boot GÜR gelten kann. - U 26 wurde am 11.5.1936 für die 2. U-Flottille "Salzwedel" in Dienst gestellt. Sein erster Kommandant war der damalige Kapitänleutnant Werner Hartmann - später Kapitän z.See, Eichenlaubträger und erfolgreicher U-Boot-Kommandant im Zweiten Weltkrieg. Es wurde unter seiner Führung während des spanischen Bürgerkrieges eingesetzt. Während des Zweiten Weltkrieges operierte das Boot im Atlantik und führte beim Norwegenunternehmen Versorgungsaufgaben nach Narvik bzw. Drontheim für das Heer durch. Am 1.7.1940 wurde U 26 im Nordatlantik von der britischen Korvette Gladiolus versenkt. Sein letzter Kommandant war Korvettenkapitän Scheringer. - Das Schwesterboot U 25, Kommandant Korvettenkapitän Beduhn, ging am 3.8.1940 nördlich Terschelling durch Minentreffer verloren.

Stapellauf: 14.3.1936
Bauwerft: Deschimag, Bremen
Wasserverdrängung über Wasser: 862 t
Wasserverdrängung unter Wasser: 983 t
Maschinenleistung über Wasser: 3080 PS
Maschinenleistung unter Wasser: 1000 PS
Länge: 72,39 m
Breite: 6,21 m
Tiefgang 4,30 m
Geschwindigkeit über Wasser: 18 Kn
Geschwindigkeit unter Wasser: 8,3 Kn
Besatzung: 43 Mann
Bewaffnung: sechs Torpedorohre 53,3 cm (vier Bug / zwei Heck), eine Kanone 10,5 cm, eine 2-cm-Flak

Unterseeboot U 3 (Typ II A)

Bereits bis September 1935 konnte die Kriegsmarine die sechs U-Boote des Typs II A für den Aufgabenbereich der U-Boot-Abwehrschule unter Fregattenkapitän Slevogt in Dienst stellen. Ein gleiches U-Boot war schon 1932 nach Plänen des "Konstruktionsbüros" von der Werft Crichton-Vulcan in Turku gebaut und erprobt worden. Die finnische Marine hatte dieses Boot dann 1936 angekauft und als Vesikko in Dienst gestellt. Ebenfalls im September 1935 konnte mit den verbesserten U-Booten des Typs II B aus den Booten U 7 bis U 18 die erste Frontflottille aufgestellt werden, deren Chef der damalige Fregattenkapitän und spätere BdU (Befehlshaber der U-Boote) Dönitz wurde. Diese Boote waren als Küsten-U-Boote konzipiert und bewährten sich später im Krieg in den engen Küstengewässern, was ihnen den anerkennenden Namen "Lochkriecher" einbrachte.
Der oben erwähnte U-Boot-Typ II B umfaßte die Boote U 7 bis U 24, U 120 und U 121 (279/328 t). Sechs Boote des Typs II B wurden ab 1942 auf dem Wege über die Elbe, Autobahn Dresden-Regensburg und die Donau nach Konstanza zum Einsatz im Schwarzen Meer überführt. (U 9, U 18, U 19, U 20, U 23, U 24. Als weitere Abwandlungen dieses Typs folgten die Baunummern U 56 bis U 63 als Typ II C (291/341 t) und U 120 bis U 152 als Typ II D (314/363 t) mit größerem Fahrbereich.
Das Boot U 3 wurde am 6.8.1935 in Dienst gestellt. Bei Kriegsausbruch stand es unter dem Kommando von Oberleutnant z.See Joachim Schepke (später als Kommandant von U 100 Eichenlaubträger, gefallen am 17.3.1941 bei der Versenkung seines Bootes durch den Zerstörer Vanoc) und war für den Tonnagekrieg und Minenunternehmungen in der Nordsee und vor der Südostküste Englands eingesetzt. Später zu Ausbildungszwecken in die Ostsee verlegt, wurde U 3 am 1.8.1944 in Gotenhafen außer Dienst gestellt und ausgeschlachtet.

Stapellauf: 19.7.1935
Bauwerft: Deutsche Werke, Kiel
Wasserverdrängung über Wasser: 254 t
Wasserverdrängung unter Wasser: 303 t
Maschinenleistung über Wasser: 700 PS
Maschinenleistung unter Wasser: 360 PS
Länge: 40,9 m
Breite: 4,08 m
Tiefgang 3,83 m
Geschwindigkeit über Wasser: 13 Kn
Geschwindigkeit unter Wasser: 6,9 Kn
Besatzung: 25 Mann
Bewaffnung: drei Torpedorohre 53,3 cm (Bug), eine bis zwei 2-cm-Flak

Unterseeboot U 36 (Typ VII A)

Als mittleres Hochseeboot wurden die U-Boote vom Typ VII A in Bauauftrag gegeben. Diese Baureihe umfaßte die Boote U 27 bis U 32 und U 33 bis U 36. Es war eine Weiterentwicklung der im Ersten Weltkrieg bewährten U-Boote vom Typ UB III. Hierbei kamen den Konstrukteuren die in den dreißiger Jahren gemachten Erfahrungen zugute, nachdem sie bereits am Bau der U-Boote der türkischen Brindiciinönü-Klasse und der finnischen Vetehinen-Klasse bei strengster Geheimhaltung beteiligt gewesen waren. Unter der Leitung der damaligen Bauräte Schürer und Bröking entstand mit den Booten vom Typ VII ein ausgezeichnetes Kampf-U-Boot, das sich auch im Atlantikeinsatz sehr gut bewährte.
U 36, das letzte Boot dieser Klasse, geriet bereits im ersten Kriegsjahr in Verlust. Es wurde unter dem Kommando von Kapitänleutnant Fröhlich am 4.12.1939 südwestlich von Kristiansand-Süd vom englischen U-Boot Salmon versenkt. Nachstehend der Verbleib der Schwesternboote:
U 27 wurde am 20.9.1939 von den britischen Zerstörern Fortune und Forester versenkt. U 28 sank infolge eines Bedienungsfehlers im März 1944 an der U-Boot-Pier in Neustadt, wurde gehoben und am 4.7.1944 außer Dienst gestellt. U 29 und U 30 wurden am 4.5.1945 in der Kupfermühlen-Bucht von der eigenen Besatzung versenkt. U 31 versank zweimal. Am 11.3.1940 durch Fliegerbomben im Jadebusen, und nach Wiederherstellung am 2.11.1940 nordwestlich Irlands durch den Zerstörer Antelope. U 32 versank nach Wasserbombenverfolgung durch die englischen Zerstörer Harvester und Highlander am 30.10.1940 nordwestlich von Irland. U 33 wurde am 12.2.1940 im Firth of Clyde durch Wasserbomben des englischen Minensuchers Gleaner vernichtet. U 34 sank am 5.8.1943 vor Memel nach einer Kollision mit dem U-Boot-Tender Lech. U 35 wurde von den britischen Zerstörern Kingston, Kashmir und Icarus am 29.11.1939 nordwestlich von Bergen versenkt.

Stapellauf: 4.11.1936
Bauwerft: Germaniawerft, Kiel
Wasserverdrängung über Wasser: 626 t
Wasserverdrängung unter Wasser: 745 t
Maschinenleistung über Wasser: 2310 PS
Maschinenleistung unter Wasser: 750 PS
Länge: 64,51 m
Breite: 5,85 m
Tiefgang 4,37 m
Geschwindigkeit über Wasser: 17 Kn
Geschwindigkeit unter Wasser: 8 Kn
Besatzung: 44 bis 56 Mann
Bewaffnung: fünf Torpedorohre 53,3 cm (vier Bug / ein Heck), eine Kanone 8,8 cm, eine 3,7-cm-Flak, zwei 2-cm-Flak

Unterseeboot U 471 (Typ VII C)

Die Fortentwicklung der U-Boote vom bewährten Typ VII A und B brachte die Boote vom Typ VII C, zu denen auch U 471 gehörte. Dieser U-Boot-Typ ist wohl als d a s Kampfboot der Kriegsmarine zu betrachten. Es wurde in großer Anzahl gebaut und trug auch die Hauptlast des Seekrieges während der großen Geleitzugschlachten in Atlantik und Nordmeer. Insgesamt wurden bis 1945 695 U-Boote des Typs VII C fertiggestellt. Als der U-Boot-Krieg durch die wachsenden Erfolge der alliierten Luftüberwachung zu erliegen drohte, wurden die noch vorhandenen Boote mit einem sogenannten "Schnorchel" ausgerüstet. Dies war ein beiklappbarer Luftmast, der auch bei Unterwasserfahrt den U-Booten die Benutzung der Dieselmotoren erlaubte. Nach oben hin war dieser Luftmast durch ein Kugelschwimmerventil verschließbar, um ein Eindringen von überkommendem Seewasser zu verhindern. Das über Wasser stehende Schnorchel-Schwimmventil war gegen eine evtl. Radarortung mit gummiartigem, gewaffeltem Material überzogen.
U 471 wurde am 5. Mai 1943 in Dienst gestellt. Bei einem britischen Fliegerangriff versank das Boot am 6.8.1944 im Hafen von Toulon. 1945 wurde das Boot gehoben und 1946 von der französischen Marine unter dem Namen Mille in Dienst gestellt.

Stapellauf: 1943
Bauwerft: Deutsche Werke, Kiel
Wasserverdrängung über Wasser: 769 t
Wasserverdrängung unter Wasser: 1070 t
Maschinenleistung über Wasser: 2800 PS auf zwei Schrauben
Maschinenleistung unter Wasser: 750 PS
Länge: 67,1 m
Breite: 6,2 m
Tiefgang 4,76 m
Geschwindigkeit über Wasser: 17 Kn
Geschwindigkeit unter Wasser: 7,6 Kn
Besatzung: 54 Mann
Bewaffnung: fünf Torpedorohre 53,3 cm (vier Bug / ein Heck), eine 3,7-cm-Flak, vier 2-cm-Flak

Unterseeboot vom Typ VII D

Durch Verlängerung um eine Abteilung zur Aufnahme der Maschinenschächte entstanden aus dem Kampfboot Typ VII C die Minen-U-Boote vom Typ VII D. Die Baureihe umfaßte sechs Boote mit den Nummern U 213 bis U 218. Die Boote dieses Typs führten hinter dem Turm fünf, den Druckkörper durchstoßende Minenschächte, in denen sie fünfzehn SMA-Minen aufnehmen konnten. U 218 wurde am 24.1.1942 in Dienst gestellt und stand bei der Kapitulation in Bergen/Norwegen. Am 30.5.1945 wurde das Boot von dort nach Loch Ryan überführt und später bei der Operation "Deadlight" versenkt. Alle anderen Boote des Typs VII D gingen während des Krieges verloren. So wurde U 213 am 31.7.1942 im Nordatlantik westlich Punta Delgadas von Wasserbomben der britischen Sloops Erne, Sandwich und Rochester vernichtet. U 214 versank am 26.7.1944 durch Wasserbomben des englischen Geleitschiffes Cooke im Kanal südöstlich Eddystones. U 215 versenkte der französische Zerstörer Tigre östlich Bostons am 3.7.1942 durch Wasserbomben. U 216 fiel am 20.10.1942 südlich Irlands britischen Fliegerbomben zum Opfer. U 217 wurde am 5.6.1943 im mittleren Atlantik von Flugzeugen des amerikanischen Geleitträgers Bogue gebombt.

Stapellauf: 5.12.1941
Bauwerft: Germaniawerft, Kiel
Wasserverdrängung über Wasser: 965 t
Wasserverdrängung unter Wasser: 1285 t
Maschinenleistung über Wasser: 2800 PS auf zwei Schrauben
Maschinenleistung unter Wasser: 750 PS
Länge: 76,9 m
Breite: 6,38 m
Tiefgang 5,01 m
Geschwindigkeit über Wasser: 16 Kn
Geschwindigkeit unter Wasser: 7,3 Kn
Besatzung: 44 Mann
Bewaffnung: fünf Torpedorohre 53,3 cm (vier Bug / ein Heck), eine 8,8-cm-Kanone, zwei 2-cm-Flak. Ab 1942: eine 3,7-cm-Flak, vier 2-cm-Flak

Unterseeboot U 42 (Typ IX A)

Für weitreichende ozeanische Operationen ließ die Kriegsmarine die U-Boote des Typs IX bauen. Sie waren die größten deutschen Vorkriegsboote und aus dem Weltkrieg-I-Typ U 81 (1915) entwickelt worden. Diese Boote hatten einen besonders großen Aktionsradius und konnten bei einer Geschwindigkeit von 10 Knoten eine Fahrstrecke von 10 500 sm ohne Versorgung zurücklegen. Mit den vergrößerten Folgetypen IX B und C stellte die Kriegsmarine 164 U-Boote vom Typ IX in Dienst. Vom Typ IX A, zu dem auch U 42 gehörte, wurden acht Boote gebaut, die die Baunummern U 37 bis U 44 trugen. Diese Boote bildeten die 2. U-Flottille "Salzwedel". Ihr Einsatzgebiet zu Beginn des Zweiten Weltkrieges waren die nördliche Nordsee, der Nordkanal und der englische Kanal. U 42 wurde am 15.7.1939 in Dienst gestellt. Unter Führung von Korvettenkapitän Dau wurde das Boot am 13.10.1939 südwestlich Irlands von den britischen Zerstörern Imogen und Ilex vernichtet.

Stapellauf: 16.2.1939
Bauwerft: Deschimag, Bremen
Wasserverdrängung über Wasser: 1032 t
Wasserverdrängung unter Wasser: 1408 t
Maschinenleistung über Wasser: 4400 PS auf zwei Schrauben
Maschinenleistung unter Wasser: 1000 PS
Länge: 76,5 m
Breite: 6,51 m
Tiefgang 4,7 m
Geschwindigkeit über Wasser: 18,2 Kn
Geschwindigkeit unter Wasser: 7,7 Kn
Besatzung: 48 Mann
Bewaffnung: sechs Torpedorohre 53,3 cm (vier Bug / zwei Heck), eine 10,5-cm-Kanone, eine 3,7-cm-Flak, zwei-2-cm Flak

Unterseeboot U 861 (Typ IX D2)

Mit dem Typ IX D2 kamen im Herbst 1942 für Fernoperationen besonders geeignete Boote an die Front. Diese Boote hatten einen Fahrbereich von 31 500 Seemeilen bei einer Marschgeschwindigkeit von 10 Knoten. Wegen ihrer hohen Seeausdauer von vier Wochen und einem Torpedovorrat von 24 Stück setzte der B.d.U. (Befehlshaber der U-Boote, Dönitz) diese U-Boote vornehmlich im Arabischen Golf und vor der indischen Küste auf den gegnerischen Schiffsverkehr an. Ihre Erfolge blieben jedoch gegenüber den Erwartungen zurück. Als Stützpunkt benutzten diese Boote Penang, das ihnen von den Japanern zur Verfügung gestellt worden war. Diese in Ostasien eingesetzten U-Boote wurden auch "Monsun"-Boote genannt. Sie hatten zur Luftaufklärung ein Schlepp-Segelflugzeug vom Typ Focke-Achgelis FA 330 ("Bachstelze") an Bord. Auf ihrer Rückreise brachten die "Monsun"-Boote kriegswichtige Rohstoffe mit. U 861 wurde am 2.9.1943 in Dienst gestellt, im ostasiatischen Raum eingesetzt und kehrte im April 1945 unter dem Kommando von Korvettenkapitän Oesten in die Heimat zurück. Am 6.5.1945 wurde es in Drontheim/Norwegen außer Dienst gestellt, am 29.5.1945 nach Lisahally überführt und bei der Operation "Deadlight" versenkt.

Stapellauf: 29.4.1943
Bauwerft: Deschimag, Bremen
Wasserverdrängung über Wasser: 1616 t
Wasserverdrängung unter Wasser: 2150 t
Maschinenleistung über Wasser: 5400 PS auf zwei Schrauben
Maschinenleistung unter Wasser: 1000 PS
Länge: 87,58 m
Breite: 7,5 m
Tiefgang 5,35 m
Geschwindigkeit über Wasser: 19,2 Kn
Geschwindigkeit unter Wasser: 6,9 Kn
Besatzung: 64 Mann
Bewaffnung: sechs Torpedorohre 53,3 cm (vier Bug / zwei Heck), eine 10,5-cm-Kanone, eine 3,7-cm-Flak, zwei- 2-cm Flak

Unterseeboot U 219 (Typ X B)

Die U-Boote vom Typ X B waren die größten Unterseeboote der deutschen Kriegsmarine, von der Konstruktion her Zweihüllenboote und als Minen-U-Boote eingerichtet. Sie besaßen jeweils an Back- und Steuerbordseite zwei Gruppen zu sechs Minenschächten und weitere sechs Schächte in einer Gruppe im Vorschiff. Darin konnten diese Boote 66 Minen aufnehmen. Mit ihrem großen Fahrbereich von 21 000 sm bei 10 kn Geschwindigkeit waren die U-Boote vom Typ X B für weitreichende Operationen gut geeignet. Ebenso konnten sie auch als Transport-U-Boote eingesetzt werden, wobei das Ladegut in druckfesten Frachtbehältern in den Minenschächten verladen wurde. 1943/44 wurde die Bewaffnung geändert: Die 10,5-cm-Kanone kam von Bord, und die leichte Flak wurde verstärkt.
U 219 wurde am 12.12.1942 in Dienst gestellt. Von seiner letzten Fernunternehmung nach Ostasien kehrte das Boot nicht mehr nach Deutschland zurück. Es wurde im Mai 1945 als I 505 von der japanischen Marine übernommen und kapitulierte im August des gleichen Jahres in Djakarta. 1948 wurde U 219 abgewrackt.
Die Schicksale der sieben Schwesterboote:
U 116 gilt seit dem 15.10.1942 im Nordatlantik als verschollen. U 117 wurde am 7.8.1943 im mittleren Nordatlantik durch Fliegerbomben versenkt. U 118 versank am 12.6.1943 westlich der Kanarischen Inseln, zuvor von Flugzeugen des amerikanischen Geleitträgers Bogua gebombt. U 119 fiel am 24.6.1943 nordwestlich Cap Ortegal den Wasserbomben der britischen Korvette Starling zum Opfer. U 220 wurde im mittleren Atlantik am 28.10.1943 von Flugzeugen des amerikanischen Trägers Block Island gebombt. U 233 versenkten die US-Geleitboote Baker und Thomas am 5.7.1944 östlich Halifax mit Wasserbomben. U 234 kapitulierte am 16.5.1945 in Portsmouth. Das Boot wurde im November 1946 vor Cape Cod bei Versuchen versenkt.

Stapellauf: 6.10.1942
Bauwerft: Germaniawerft, Kiel
Wasserverdrängung über Wasser: 1763 t
Wasserverdrängung unter Wasser: 2710 t
Maschinenleistung über Wasser: 4800 PS
Maschinenleistung unter Wasser: 1100 PS
Länge: 89,8 m
Breite: 9,2 m
Tiefgang 4,71 m
Geschwindigkeit über Wasser: 17 Kn
Geschwindigkeit unter Wasser: 7 Kn
Besatzung: 52 Mann
Bewaffnung: zwei Torpedorohre 53,3 cm (Bug), eine Kanone 10,5 cm, eine 3,7-cm-Flak, zwei 2-cm-Flak

Unterseeboot U 459 (Typ XIV)  Öltransporter (Seekuh)

Zur Versorgung der Kampfboote entwickelte die Kriegsmarine die Öltransporter vom Typ XIV, wegen ihrer außergewöhnlichen Breite im Verhältnis zur Länge auch "Seekühe" genannt. Von diesem Typ konnten zehn Boote fertiggestellt werden. Sie kamen in den Jahren 1942/43 an die Front. Es waren die Baunummern U 459 bis U 464 und U 487 bis U 490. Außer ihrem eigenen Vorrat konnten diese U-Boot-Tanker 432 t Dieselöl aufnehmen. Außerdem waren noch vier Torpedos in druckfesten Behältern vor dem Turm im Oberdeck untergebracht. Mit ihrer Ölfracht konnten zwölf U-Boote vom Typ VII für vier oder fünf, U-Boote vom Typ IX für acht weitere Wochen Kampffähigkeit in See versorgt werden.
U459 stellte als erstes Boot vom Typ XIV am 15.11.1941 in Dienst. Wie alle anderen Boote dieses Typs wurde U 459 zur Versorgung im Atlantik eingesetzt. Es sank unter dem Kommando von Kapitänleutnant Wilamowitz am 24.7.1943 nordwestlich von Kap Ortegal nach englischen Fliegerbombentreffern.
Auch die anderen Schwesterschiffe überstanden den Krieg nicht. So versanken U 461 und U 462 am 30.7.1943 im gleichen Seegebiet wie U 459. Im Nordatlantik wurde U 460 am 4.10.1943 gebombt und versenkt. Im Mittelatlantik fanden U 487 am 13.7.1943 und U 488 am 26.4.1944 ihr Ende. U 463 wurde am 15.5.1943 südwestlich der Scilly-Inseln von britischen Flugzeugen versenkt. U 464 sank am 20.8.1942 und U 489 am 4.8.1943 südöstlich Islands im Nordmeer. U 490 ging am 11.6.1944 nordwestlich der Azoren verloren.

Stapellauf: 13.9.1941
Bauwerft: Deutsche Werke, Kiel
Wasserverdrängung über Wasser: 1688 t
Wasserverdrängung unter Wasser: 2300 t
Maschinenleistung über Wasser: 3200 PS
Maschinenleistung unter Wasser: 750 PS
Länge: 67,1 m
Breite: 9,35 m
Tiefgang 6,51 m
Geschwindigkeit über Wasser: 14,9 Kn
Geschwindigkeit unter Wasser: 6,2 Kn
Besatzung: 53 Mann
Bewaffnung: eine 3,7-cm-Flak, zwei 2-cm-Flak

Unterseeboot U 2332 (Typ XXIII)

Wie beim U-Boot Typ XXI, stammt auch der Entwurf zum kleinen, für den küstennahen Einsatz vorgesehenen "Elektroboot" vom Ingenieurbüro "Glückauf" in Blankenburg/Harz und Halberstadt. Diese Baureihe, zu der auch U 2332 gehörte, wurde als Typ XXIII bezeichnet. Bereits ab Herbst 1943 wurden 50 Boote dieses Typs in Hamburg gebaut und 1944 weitere 291 in Auftrag gegeben. Ihr Bau erfolgte in Sektionen, wobei die vorgefertigten Heck- und Bugsektionen bei der Montagewerft mit dem Mittelschiff aufgebaut wurden. Außerdem sollten aus den in Deutschland vorgefertigten Sektionen 90 Boote des Typs XXIII auf den Werften in Nikolajew, Genua und Triest sowie in Toulon und Salamis zusammengebaut werden. Durch die in den letzten Kriegsjahren immer heftiger werdenden Bombenangriffe verzögerte sich jedoch der Bau dieser Boote erheblich, so daß erst im Februar 1945 die ersten Typ-XXIII-Boote an die Front kamen. Sie bewährten sich sehr gut. Keines der noch gegen die englische Ostküste eingesetzten acht Boote dieses Typs ging verloren. Es gelang U 2336 unter Kapitänleutnant Klusmeier sogar, in den Firth of Forth einzudringen und dort zwei Schiffe zu versenken.
Bis zum Kriegsende wurden 62 U-Boote vom Typ XXIII in Dienst gestellt. Sie wurden z.T. an die Siegermächte ausgeliefert bzw. bei der Kapitulation von den eigenen Besatzungen versenkt. Ein Boot dieses Typs (Kneter ex U 4706) stand noch bis 1954 bei der norwegischen Marine in Dienst. Auch die Bundesmarine ließ zwei XXXIIer Boote heben (U 2365 und U 2367) und stellte sie mit dem Namen Hai und Hecht 1957 als Schul-U-Boote in Dienst. U 2332 (das oben bezeichnete Boot) wurde am 13.11.1944 in Dienst gestellt. Seine Besatzung versenkte es am 3.5.1945 in Hamburg.

Stapellauf: 18.10.1944
Montagewerft: Deutsche Werft, Hamburg
Wasserverdrängung über Wasser: 232 t
Wasserverdrängung unter Wasser: 256 t
Maschinenleistung über Wasser: 575 PS
Maschinenleistung unter Wasser: 585 PS
Länge: 34,68 m
Breite: 3,0 m
Tiefgang 3,66 m
Geschwindigkeit über Wasser: 13 Kn
Geschwindigkeit unter Wasser: 9,7 Kn
Besatzung: 14 Mann
Bewaffnung: zwei Bug-Torpedorohre 53,3 cm

Unterseeboot U 2511 (Typ XXI)

Die immer perfekter werdende alliierte Luftüberwachung auf See zwang die deutsche U-Boot-Führung, im U-Boot-Bau neue Wege zu beschreiben. So entstand der U-Boot-Typ XXI, ein wirkliches Unterwasserschiff mit großem Aktionsradius, langsamer Tauchfähigkeit und hoher Unterwassergeschwindigkeit: das sogenannte "Große Elektroboot". Die Entwürfe hierzu entstammten dem Ingenieurbüro "Glückauf" in Blankenburg/Harz und Halberstadt. Sie wurden im Juli 1943 baureif. Die U-Boote vom Typ XXI wurden in acht Sektionen hergestellt und dann auf der Montagewerft zusammengesetzt. Die fabrikatorische Herstellung der Sektionen übernahm die "Organisation Todt". Die Bauzeit dieser U-Boote wurde so, einschließlich der Werfterprobung, auf 54 Tage verringert. Von diesem U-Boot-Typ wurden 1943 290 Boote, im Mai 1944 ebenfalls 290 und im September 1944 nochmals 172 Boote in Auftrag gegeben. 119 U-Boote des Typs XXI wurden bis Kriegsende fertiggestellt, jedoch nur elf Boote wurden frontreif. Eines davon war U 2511, das am 29.9.1944 in Dienst gestellt wurde. Das Kommando erhielt der bewährte, bereits im Juli 1942 mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz ausgezeichnete Korvettenkapitän Schnee (bekannt geworden durch die von ihm beim Torpedoschuß praktizierte "Schneeorgel"). Als Leitender Ingenieur wurde Gerd Suhren kommandiert, der als erster Ingenieur-Offizier mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet worden war.
Das Boot verlegte nach der Indienststellung nach Bergen und lief von dort zu seiner ersten Feindfahrt aus - der einzigen eines U-Bootes vom Typ XXI. Hierbei erfaßte das Boot am 4.5.1945 einen englichen Kreuzerverband. Es konnte sich unentdeckt in beste Schußposition bringen und unbemerkt wieder ablaufen. Korvettenkapitän Schnee fuhr keinen Angriff mehr, da er wenige Stunden zuvor den Befehl zur Einstellung aller Kampfhandlungen erhalten hatte. Das Boot wurde nach der Kapitulation von Bergen nach Lisahally überführt und bei der Operation "Deadlight" versenkt.

Stapellauf: 2.9.1944
Montagewerft: Blohm & Voss, Hamburg
Wasserverdrängung über Wasser: 1621 t
Wasserverdrängung unter Wasser: 2100 t
Maschinenleistung über Wasser: 4000 PS
Maschinenleistung unter Wasser: 4426 PS
Länge: 76,7 m
Breite: 8,0 m
Tiefgang 6,20 m
Geschwindigkeit über Wasser: 15,6 Kn
Geschwindigkeit unter Wasser: 17,5 Kn
Besatzung: 54 Mann
Bewaffnung: sechs Torpedorohre 53,3 cm (Bug), vier-2-cm Flak

Unterseeboot U 793 (Typ XVII)

Die deutsche U-Boot-Entwicklung des Zweiten Weltkriegs fand in den Booten vom Typ XVII - nach ihrem Konstrukteur Professor Walter auch "Walter-Boote" genannt - ihren Höhepunkt. Professor Walter entwickelte eine Antriebsanlage, bei welcher der für die Verbrennungsmaschine notwendige Sauerstoff in chemisch gebundener Form mitgeführt wurde. In einer Brennkammer wurde ein Gas-Dampf-Gemisch erzeugt, das dann eine Turbine antrieb. Die hierfür gebauten Versuchsboote erreichten damit eine für die damalige Zeit unwahrscheinliche Unterwassergeschwindigkeit von zirka 26 Knoten.
U 793 war ein solches Versuchsboot. Mit den Booten U 792, U 794 vom gleichen Typ und den Booten U 1405, U 1406 sowie U 1407 vom verbesserten Typ XVII G gehörte U 793 zur U-Boot-Erprobungsgruppe, die unter Leitung von Kapitänleutnant (Ing.) Heller stand. Von ihm wurde das Boot dem damaligen Reichsminister für Bewaffnung und Munition, Speer, und Generalfeldmarschall Milch vorgeführt. Bei weiteren Versuchen mit diesen Booten ergab sich auch, daß die ausströmenden Turbinengase die eigenen Schraubengeräusche absorbierten und dieses Gaskissen die ASDIC-Ortung des Gegners ausschaltete. Das hatte zur Folge, daß die Walter-Boote unter Wasser nicht mehr geortet werden konnten.
U 793 wurde wie alle anderen Walter-Versuchsboote bei der Kapitulation versenkt. Später wurde das Boot gehoben und zu Versuchen nach England verbracht.

Stapellauf: 1943
Bauwerft: Blohm & Voss, Hamburg
Indienststellung: Januar 1944
Wasserverdrängung über Wasser: 236 t
Wasserverdrängung unter Wasser: 259 t
Länge: 34,04 m
Breite: 3,43 m
Tiefgang 4,55 m
Unterwassergeschwindigkeit: ca.26 Kn
Besatzung: 12 Mann
Bewaffnung: zwei Bug-Torpedorohre 53,3 cm

Kleinst-Unterseeboot Typ "Seehund" (XXVII B)

Wie auch andere Marinen, entwickelte die deutsche Kriegsmarine gegen Ende des Zweiten Weltkrieges Kleinkampfmittel für die Seekriegsführung. Zu diesen waren auch die Kleinst-U-Boote zu zählen. Sie alle waren dem K.d.K. (Kommandeur der Kleinkampfverbände) Admiral Heye unterstellt.
Als besonders gelungener Kleinst-U-Boot-Typ innerhalb dieses Verbandes galt der Seehund, der eine Weiterentwicklung des Kleinst-U-Boot-Typs XXVII Hecht war und demzufolge Typ XXVII B benannt wurde. Für die Überwasserfahrt war der Seehund mit einem Büssing-Vierzylinder-Viertakt-Diesel ausgerüstet, der dem Boot eine Fahrstrecke von 300 sm bei einer Marschgeschwindigkeit von 7 kn erlaubte. Die Tauchtiefe dieses Kleinst-U-Bootes betrug sechs bis acht Meter, die der Seehund in zwei Sekunden erreichen konnte.
Ab Ende 1944 bis zum Kriegsende kamen zirka achtzig Seehund-Kleinst-U-Boote an die Front. Sie wurden außer bei Howald (Kiel), Germania (Kiel) und Schichau (Elbing) auch auf Binnenwerften wie Simmering (Graz), Pauker (Wien) und Klöckner (Ulm) gebaut.
Einsatzgebiete für den Seehund waren der Englische Kanal und die Deutsche Bucht.

Stapellauf: 13.9.1941
Baujahr: 1944/1945
Wasserverdrängung: 14,9 t
Maschinenleistung über Wasser: 60 PS
Maschinenleistung unter Wasser: 12 PS
Länge: 11,9 m
Breite: 1,70 m
Tiefgang 1,74 m
Geschwindigkeit über Wasser: 7,7 Kn
Geschwindigkeit unter Wasser: 6,0 Kn
Besatzung: 2 Mann
Bewaffnung: zwei Torpedos 53,3 cm vom Typ G 7

Unterseeboot U A (ex Batiray)

Im zweiten Weltkrieg stellte die Kriegmarine auch einige ausländische U-Boote in Dienst. Diese waren entweder erbeutet oder noch unfertig den deutschen Truppen auf ausländischen Werften in die Hände gefallen.
Anders jedoch U A. Dieses Boot war auf der Germaniawerft in Kiel für türkische Rechnung gebaut worden und bereits seit dem 28.3.1939 als Batiray abnahmefähig gewesen. Das Boot unterschied sich von den deutschen U-Boot-Typen durch den Turm mit der darauf untergebrachten 10,5-cm-Flak schon rein äußerlich. Die Kriegsmarine übernahm bei Kriegsausbruch das türkische U-Boot unter dem vorläufigen Namen Optimist und stellte es 1940 endgültig als U A in Dienst.
Unter Führung von Korvettenkapitän Eckermann wurde U A im Atlantik im Tonnagekrieg eingesetzt. Am 1.12.1941 war die Besatzung an der Rettung der Schiffbrüchigen vom Hilfskreuzer Atlantis und dem Versorger Python beteiligt, nachdem die Python durch den englischen Schweren Kreuzer Dorsetshire versenkt worden war. Ein Angriff von U A auf den Kreuzer mißlang. Mit einem Teil der Atlantis-Python-Besatzung erreichte U A Weihnachten 1941 den Stützpunkt St. Nazaire. Später wurde das Boot der Schulflottille zugeteilt und im Mai 1944 in Neustadt/Holstein außer Dienst gestellt. Dort wurde es am 2.5.1945 gesprengt und abgewrackt.

Stapellauf: 28:9:1938
Bauwerft: Germaniawerft, Kiel
Wasserverdrängung über Wasser: 1128 t
Wasserverdrängung unter Wasser: 1284 t
Maschinenleistung über Wasser: 4600 PS
Maschinenleistung unter Wasser: 1300 PS
Länge: 86,65 m
Breite: 6,8 m
Tiefgang 4,12 m
Geschwindigkeit über Wasser: 18 Kn
Geschwindigkeit unter Wasser: 8,4 Kn
Besatzung: 45 Mann
Bewaffnung: sechs Torpedorohre 53,3 cm (vier Bug / zwei Heck), eine 10,5-cm-Flak, zwei 2-cm-Flak

 

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