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Faszination? U-Boot - Allgemein

 
Faszination? U-Boot

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+++ Obgleich es sich technisch gesehen, bei den "Unterseebooten" nur um Tauchboote handelt, da sie nach einer bestimmten Zeit des Unterwasserfahrens wieder auftauchen müssen, ist schon frühzeitig der Begriff "Unterseeboot", abgekürzt "Uboot", geprägt und von allen Seemächten in ihren Sprachen verwendet worden. Erst im II. Weltkrieg gelang es, echte, also zu Dauerfahrten unter Wasser geeignete Fahrzeuge, d.h. richtige "Unterseeboote" zu bauen +++      


Allgemein
Unterseeboot (Kurzform: U-Boot) ist die Bezeichnung für ein Marineschiff, das hauptsächlich für den Unterwassereinsatz bestimmt ist. Unterseeboote der Marine haben als Waffensysteme Raketen und Torpedos an Bord. Das moderne Unterseeboot ist ein allseits wasserdichtes Schiff mit einem geschweißten, zigarrenförmigen Rumpf, dessen größter Teil von einer inneren Kammer eingenommen wird (Druckkammer). Sie muss dem enormen Druck, der in großen Meerestiefen herrscht, widerstehen. Der Rest wird von einer äußeren Kammer eingenommen, in der Ballasttanks untergebracht sind. Der auf den Rumpf aufgesetzte Turm (bei älteren Unterseebooten Kommandoturm) enthält die Einstiegsluke, daß Seerohr, Radar- und Funkmasten und den Schnorchel. Der Turm dient als Ausguckplattform und als Schutz der Brückenwache bei Überwasserfahrt.
Zum Tauchen wird Wasser in ausreichenden Mengen in die Ballasttanks eingelassen, damit das Unterseeboot auf die gewünschte Tiefe sinkt. Beim Wiederauftauchen wird das Wasser mit Druckluft aus den Tanks gepumpt. Am Bug (vorne) und am Heck (hinten) befinden sich die so genannten Tiefenruder. Bei manchen U-Boot-Modellen sind am Turm horizontal stehende Längsstabilisatoren angebracht. Am hinteren Bootsende ist das Seitenruder.
Die Hauptwaffe konventioneller Unterseeboote (auch Angriffs-U-Boote) ist der Torpedo, der aus Torpedorohren abgeschossen wird. Je nach Bootsmodell befinden sich die Torpedorohre nur im vorderen Teil, oder sowohl vorne als auch hinten. Bei den Raketenunterseebooten (strategische U-Boote) ist die hauptsächlichste Waffe die ballistische Mittel- oder Langstreckenrakete.

 

Ozeanographische Tauchboote
Der amerikanische Forscher William Charles Beebe beobachtete als erster Mensch, in Tiefen, die ein Taucher nicht erreichen kann, unbekannte Meeresarten. Er konstruierte mit dem Ingenieur Otis Barton ein kugelförmiges Stahlschiff, die sogenannte Bathysphäre. Es konnte, an einem Seil hängend, von einem Schiff herabgelassen werden. Im Jahre 1930 erreichten Beebe und Barton eine Tiefe von 435 Metern; 1934 stießen sie in eine Tiefe von 923 Metern vor. Die Gefahr dieses Tauchschiffes bestand darin, daß das Seil reißen könnte. Der schweizer Physiker Auguste Piccard konstruierte ein Tiefseeboot namens Bathyscaph. Es war ein fahrtüchtiges Tiefseeboot, bestehend aus einer Druckkugel, die mit Hilfe eines Schwimmkörpers (ein großer mit Erdöl gefüllter Behälter) schwimmen konnte. Mit diesem Bathyscaph gelangte Piccard 1954 in eine Tiefe von 4 000 Metern. Sein Sohn Jacques Piccard erreichte im Marianengraben vor der Insel Guam 1960 mit der Trieste (dem zweiten Bathyscaph, das Piccard 1953 gebaut hatte) die Rekordtiefe von 11 034 Metern.

 

Atomare Unterseeboote
Die folgenreichste Entwicklung für den Unterseebootantrieb war die Anwendung von Kernenergie. Das erste atomgetriebene Unterseeboot war die USS Nautilus. Sie wurde 1954 vom Stapel gelassen und im darauf folgenden Jahr in Dienst gestellt. Bei einem Probelauf 1955 fuhr die Nautilus unter Wasser von New London in Conneticut nach San Juan in Puerto Rico. Dabei legte das Boot die Entfernung von 2 170 Kilometern in 84 Stunden zurück. Die Fahrgeschwindigkeit unter Wasser betrug mehr als 20 Knoten. Anfang August 1958 unternahm die Nautilus die erste Unterquerung des Nordpols. Bei dieser Fahrt fuhr sie unterhalb des polaren Packeises von Point Barrow (Alaska) bis zu einem Punkt zwischen Spitzbergen und Grönland. Noch im gleichen Monat erreichte die USS Skate, ein weiteres atomar angetriebenes Unterseebooot, gemeinsam mit dem USS Seawolf und dem USS Swordfish während einer Erkundungsfahrt den Nordpol. Von der Seawolf wurde in der Zeit vom 7. August bis zum 6. Oktober 1958 ein Langzeitrekord von 60 Tagen für den Unterwasserbetrieb aufgestellt.
1956 wurde das USS Skipjack vom Stapel gelassen. In der Skipjack waren Atomantrieb, die tropfenförmige Rumpfform der Albocore und eine einfache Schiffsschraube miteinander vereint. Weiterentwickelte Varianten dieses Unterseebootes, bekannt als die Thresher-Klasse, wurden Anfang der sechziger Jahre in Betrieb genommen. Am 10. April 1963 ging das USS Thresher mit 129 Mann an Bord während eines Tiefseetauchtestes im Atlantik verloren. Dieser Unfall führte zu Neuerungen bei der Konstruktion von Unterseebooten und Unterwasserrettungstechnik.
1960 bauten die Amerikaner die ersten Unterseeboote, die ballistische Raketen (SLBM= Sea Launched Ballistic Missile) mit Nuklearsprengköpfen an Bord hatten. Die Polaris-Rakete ist in der Lage, Ziele zu treffen, die 4 000 Kilometer vom Unterseeboot entfernt sind. Mitte der sechziger Jahre entwickelte die US-Marine eine inertial gelenkte Langstrecken-Unterseebootabwehrrakete, die unter Wasser aus den Torpedorohren eines Unterseebootes abgeschossen werden konnte. Ende der sechziger Jahre wurde auf einigen Unterseebooten die Polaris-Rakete durch eine neue Langstrecken-SLBM ersetzt. Die Poseidon-Rakete kann bis zu zehn Atomsprengköpfe tragen.
Anfang der siebziger Jahre förderten die USA das sogenannte Trident-I-System, ein Nachfolgermodell der Polaris und der Poseidon. Außerdem entwickelten die Amerikaner atomare Unterseeboote der Ohio-Klasse. Diese neuen Modelle waren mit 24 Abschussrohren mit je einer Interkontinentalrakete ausgerüstet (Reichweite: 7 400 Kilometer). Das erste Schiff dieser Klasse, das USS Ohio, wurde 1981 vom Stapel gelassen und in Dienst gestellt.
1988 besaß die US-Marine 132 Unterseeboote, fast alle mit Atomantrieb. Die meisten verfügen über einen Reaktor, der ohne Kraftstoffnachschub Antriebskraft für mindestens 64 000 Kilometer Fahrt erzeugt. Schätzungen zufolge verfügte die damalige Sowjetunion über etwa 120 Atomunterseeboote. Davon waren 48 mit Marschflugkörpern und der Rest zum großen Teil mit Lenkraketen für die U-Boot-Abwehr ausgerüstet.
Die russischen U-Boote der Akula-Klasse sind die größten Unterseeboote der Welt und galten im Kalten Krieg als die gefährlichste Bedrohung seitens des Warschauer Pakts. Die Amerikaner gaben diesen Booten den treffenden Namen Typhoon, weil diese Boote wirklich die Wirkung eines Taifuns haben. Jedes von ihnen trägt 20 Langstreckenraketen mit zusammen 200 Sprengköpfen, die einmal auf die USA gerichtet waren.

 

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