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Eine Reise des Seemanns "Smut" Willi Lindenau (1999)

 
Fortsetzung

Ein German-Elektriker Ein German-Elektriker

Ich trank sogar mit, auf einmal war das Bier alle, erneuter Schreck. Der grasse Retter in der Not war unser Elektriker, der trinkt nie, hat aber immer Bier, er spendete dann auch noch etliche, ich glaube er wartet noch heute auf die Rückgabe, es war ja nicht sein Geburtstag, er wird wohl vergebens warten. Wegen der Arbeit am nächsten Tag mußten sich unsere Feiergeier keine Sorgen machen, daß bestellte Gas und der Sauerstoff waren nicht gekommen.
Zum Glück hatte ich am nächsten Morgen in meiner Küche keinen Spritkopf, jedoch zwei andere, und so etwas nervt. Wenn man arbeitet muß man sich konzentrieren, und dann sitzen da zwei Mann mit Alkohol vernebelten Köpfen und stören, man kann nur mit einem Seemannslied antworten - "Eine Seefahrt die ist lustig, eine Seefahrt die ist schön", also ganz schön unerträglich wenn man diese Jammerlappen sieht. Doch eines können sie noch, lästern, jeder der vorbei kam war natürlich ein Kanaker. Man kann das nicht mehr hören. Nach dem Frühstück erfahre ich, der neue Kapitän ist da. Alle sagen es ist ein Russe, das erste mal in dieser Company, sehr selten, normal fängt man bei unserer Reederei als Chief Mate an und wird auf dem nächsten Schiff Kapitän. Unser scheidender Kapitän meinte schon im Vorfeld sehr herablassend "Ein Russe kommt", mit den selben Worten hätte er auch sagen können, die bekommen nichts anderes, er war nämlich wütend, da er vor 12 Jahren erst als Chief Mate anfangen mußte.
Am nächsten Morgen das gleiche Bild. Die beiden Polen sind schon um 6.00 Uhr da, können aber nicht schweißen, da das Schweißgas noch immer fehlt. Also sitzen sie herum, reden miteinander und rauchen eine nach der anderen. Unser Superingenieur Jörg ist natürlich noch nicht wach, aber seine mitgereiste Schweißkraft. Der wirkt ein wenig hilflos, also erstmal ein Bier, wenn eines da gewesen wäre, aber alles alle. Er erzählt mir aus seinem Leben, daß Jörg ihm diesen Job beschafft hat. Sehr helle ist der nicht, hat ungefähr meine Figur, also starkes Übergewicht, er macht mich richtig nervös mit seinem Geplärre. Als er geht bin ich richtig erleichtert. Um 7.30 Uhr erscheinen nun beide, Jörg und sein Manfred, regen sich erstmal auf, daß die beiden Polen da herumsitzen. Die tun nichts meint Jörg, ich sagte, was sollen sie den tun ohne Schweißgas. Jörg erzählte mir später, daß er den neuen Kapitän schon im Hotel kennen gelernt, und der erstmal ein Essen ausgegeben hatte. Eine Stunde später geht der alte Kapitän von Bord.
Die polnischen Schweißer Die polnischen Schweißer
Er verabschiedet sich von mir, dabei merken wir beide wohl, das wir uns nicht besonders sympathisch fanden, das merkt man. Doch als gestandene Seemänner gaben wir uns ganz freundlich die Hand und wünschten uns das Beste für die Zukunft - Good by. Endlich du Ar... dachte ich, von Bord du Kantinengeier. Nun muß man sich vorstellen, so ein Kapitän mit sechzig Jahren, der war die meiste Zeit seines Lebens auf See so um die 40 Jahre herum, ja, und in all den Jahren haben die auch, wie andere Crew-Mitglieder Bordelle besucht, viel ge..... und gesoffen, nun kommt der nach Hause und sieht seine Frau, die ja im gleichen Alter ist, der kommt sich dann vor, als ob er seine eigene Großmutter beschläft. Man merkt das oft, junge Kapitäne können nicht schnell genug nach Hause kommen, ältere wollen oft gar nicht von Bord, die haben dann Fahrenszeiten von 12 bis 18 Monaten.
Der neue Kapitän ließ mich, als erste seiner Amtshandlungen, wissen, - so kommst du mir nicht in mein Office, zieh dich zuerst einmal um. Er hatte ja recht, aber wenn man in einer Küche, bei 40 bis 45 Grad arbeitet arbeitet schwitzt man eben und wird auch schmutzig, dann sieht man nicht mehr sehr appetitlich aus, als Koch. Meine Tochter war mal eine Woche bei mir an Bord, die sagte auch jedesmal nach der Mittagspause - "so kannst du doch nicht wieder in deine Küche gehen".
Am nächsten Morgen, ein Gemurre unter der Crew, neuer Befehl - Helm auf an Deck. Das war Vorschrift, wurde unter dem alten Kapitän aber nie beachtet, hier sieht man die Gleichgültigkeit dieses Mannes seiner Besatzung gegenüber.
Zurück zu unseren Schweißern. Das Schweißgas war da, sie konnten weiter arbeiten, das taten sie auch. Superingenieur meinte - bis Singapore werden wir fertig, die Polen dagegen - bis Indien. Und dann wurden Stunden gekloppt.
Die Reise nach Indien sollte zweieinhalb Tage dauern, dauerte sie auch, dann lagen wir wieder vor Anker, danach Einlaufen in Mangalore. Die Schweißarbeiten waren erledigt, wie, nun ja, eben erledigt. Das letzte was Manfred sagte, "wir übernehmen keine Garantie", dann machte er sich, zusammen mit seinem Boss, auf in Richtung Flughafen. Ich freute mich auf Indien, war vorher noch nie da. Als ich um 19.00 Uhr die Küche abschloß laß ich das Schild - Landgang nur bis 20.00 Uhr. Es lohnte sich nicht mehr an Land zu gehen. Das einzige was ich von Indien sah, war eine Telefonzelle von innen, sie stand dem Schiff, etwa 100 Meter, genau gegenüber. Um 22.30 Uhr erfahren wir, Auslaufen nachts 2.00 Uhr - Landgang verlängert? Zeit wäre gewesen, aber der Chief Mate hatte Angst vor dem neuen Kapitän und verlängerte den Landgang nicht.
Ich ging schlafen. Am nächsten Morgen um 5.30 Uhr waren wir immer noch im Hafen, nun hieß es, Auslaufen 9.00 Uhr, um 14.00 Uhr liefen wir aus.
Der entgangene Landgang war mir übel aufgestoßen. Ein Kapitän befiehlt und alle Offiziere gehorchen auf's Wort, geben keinen Kommentar. Doch wenn sie Befehle geben kommen sie sich vor wie der Kaiser von China, stoßen sie dabei auf einen Phillipino oder Afrikaner, begreifen sie nicht, das die sich nichts gefallen lassen und sich oftmals direkt an die Reederei wenden. Einige Offiziere auch Kapitäne wurden deswegen schon entlassen oder degradiert. Eine Reederei will das ihre Schiffe laufen, und das ohne irgendwelche Schwierigkeiten.
Singapore Singapore

Unser Weg führte uns nach Singapore. Wir bunkerten dort, sechs Leute musterten ab, sechs neue kamen. Chief Enginer, Chief Mate, Steward, Bosun, Enginer und ein Deckshand. Es sollte sehr schnell gehen, wir benötigten jedoch 8 Stunden mehr. Das ist besonders nervend für Leute die abmustern, manche sollten schon im Flugzeug sitzen, müssen dann aber noch eine Nacht auf dem Schiff verbringen. Ich habe oft erlebt das Leute 12 Monate und mehr an Bord waren und nie die Ruhe verloren haben, aber am letzten Tag, wenn man alles gepackt hat, dann will man gehen.
Man sagt immer, der erste Step an Bord ist der schwerste oder auch der schlimmste, der letzte Step ist der schönste.
Man kann sich aber auch vorstellen, was junge Männer suchen die länger an Bord sind - Sex, einen weichen Frauenkörper, jung und willig, vor allem aber billig. Diese findet man nur in guten Häfen wie z.B. in Süd-Amerika, Asien und Afrika. Europa und die USA haben hierfür keine guten Häfen.
Von Singapore aus hatten wir eine sechseinhalb tägige Reise nach Lian Yung Yang vor uns, liegt über Shanghai, Schüttgut-Hafen. Während dieser Fahrt machten wir uns mit den neuen Leuten bekannt. Der neue Bosun zum Beispiel trank keinen Alkohol, das war gut, er verstand seinen Job, hatte sich ja auch hochgearbeitet, der letzte hatte sich hoch geschleimt. Endlich hörte die ewige Schimpferei auf, die Leute konnten wieder lachen, mußten dafür aber korrekter und schneller arbeiten. Der neue Steward war genau so fleißig wie sein Vorgänger, der Chief Mate hatte mehr Übersicht und Rückgrat, der neue dritte Ingenieur war genau so lustig wie der alte. Der neue Deckshand hatte bei uns seine Premiere, es ist sein erstes Schiff, der Chief Enginer ist ein Deutscher, das ist alles was ich von ihm weiß, wir reden nicht zusammen, noch nicht. Jetzt gibt es viel Arbeit für alle. Die neuen Leute fangen erst 'mal an zu suchen, wo ist dies, wo ist jenes. Ein großes Schiff hat sehr viele Stores, und überall ist etwas drin, meist jedoch nicht das was man braucht. Bis alles richtig läuft vergeht meistens eine Woche, und genau das war die Zeit, die wir bis Lian Yung Yang brauchten. Es war meist eine sehr harte Woche, aber die Neuen hatten dann alles im Griff. Das mußten sie auch, denn sie waren vom ersten Tag an für ihren Job verantwortlich, da kann man nur auf einen guten Vorgänger hoffen. Unser neuer Chief Enginer erlebte gleich am ersten Tag eine böse Überraschung. Nach dem Bunkern hieß es Maschinen startklar machen, es rührte sich nichts, Maschinenschaden; fing ja gut an. Nach drei Stunden hieß es nun, Maschinen klar, aber erneut rührte sich nichts, wieder eine Reparatur, als diese fertig war, Kesselschaden. Ich denke schlechter kann man gar nicht starten, man sagt dann, daß ist Seamans Life.
Container Terminal in Lian Yung Yang - China Container Terminal in Lian Yung Yang - China

Fünf Jahre zuvor war ich schon einmal in Lian Yung Yang, damals hatten wir nicht viel Zeit, wir waren nur 20 Stunden dort, nun war ich erneut hier. In meiner Mittagpause ging ich an Land, unsere Ladung, Iron, wurde schon gelöscht. Ich fiel gleich der Länge nach hin. Warum? Ganz einfach, die Ladung! Iron, sind kleine Eisenkugeln, wenn man da drauf tritt, ist das, als ob man auf Schmierseife gehen will, das klappt meist auch nicht. Die jungen Leute an Bord waren ausnahmslos in Bordellen gelandet, ich habe mich mit Porzellan und anderen Kleinigkeiten begnügt. Man hat jedoch bemerkt, die chinesischen Frauen haben dazu gelernt. Aber was noch zu sagen ist, Lian Yung Yang, wieder ein ganz modernes Zentrum, vom feinsten, wie immer. Die alten Häuser der 50er werden durch Neubauten ersetzt, dies in einem wahnsinnigen Tempo, China, der absolute Bau-Boom. 1,2 Milliarden Menschen (1999) können eben mehr Häuser bauen wie 300 Millionen. Das Baumaterial, vom feinsten wie ich sah. Gegen manche chinesischen Zentren wirken Hamburg, New York oder London wie ein hingeschis..... Betonhaufen. Oder Tokyo, die häßlichste Stadt die ich je gesehen habe, die viel gepriesenen Ginza, na ich weiß nicht, wenn das elegant sein soll bin ich mit meinen 110 KG Lebendgewicht Adonis persönlich!
Unser Iron wurde schnell gelöscht der nächste Hafen hieß Qingdao (Tsingtau), die Fahrzeit betrug nur 36 Stunden. Es hieß früh morgens erreichen wir Qingdao und gehen direkt längsseits, wir kamen tatsächlich früh morgens an, aber erst mal Anker werfen. Der Tag zog sich so la la dahin, dann gegen sechs Uhr abends kam ein Lotse, und wir gingen längsseits, fast zwei Stunden später waren wir fest.
Abend Abend
Alle hatten schon gegessen, meine Küche war sauber, da kamen zwei Mann und zeigten mir Postkarten von der großen Mauer, ich sagte, die kaufe ich (die Mauer), 2 US $ war die Antwort. Ich glaube nicht, das die verstanden haben was ich wollte. Am Abend stand ich vor der Mauer, konnte wegen der Dunkelheit jedoch nicht viel sehen, und ließ mich am nächsten Morgen nochmals dorthin fahren. Nun sah ich sie wirklich, die Chinesische Mauer. Wie ein weißes Seidenband schlängelte sie sich den Berg hinauf. Ich hatte gedacht, um diese frühe Stunde sind noch nicht viele Leute hier, doch das hatte ich nur gedacht, vor mir waren 500 bis 600 Personen. Ich hatte noch nie etwas schöneres gesehen, ich war nicht nur begeistert, ich war verzaubert.
Unser nächster Hafen war Hongkong, oder besser gesagt Lama, eine vorgelagerte Insel, zu Hongkong gehörend. Wir redeten schon alle vom Landgang, denn normalerweise liegt man in Hongkong vor Reede, da der Hafen sehr klein ist. Viele Seeleute haben die Stadt zwar schon gesehen, waren aber niemals an Land. Die Fähre in die Stadt hinein kostete 100 US $ in Worten "Einhundert" und nochmals 100 US $ zurück, das mach 200 Dollar. Da war zwar noch eine kleine Insel, über diese hätte man auch nach Hongkong kommen können, aber das ging nicht. Die Insel war Privateigentum der Hongkong Elektric Company, und die erlaubten den Zugang zur Insel nicht. Vielleicht hatten die Angst wir würden die Pier kaputt machen, oder das Kraftwerk zerstören, das ist leicht möglich bei Seeleuten, bei denen ist ja alles möglich. Fünf Tage lagen wir im Hafen, einem Hafen in dem man kein Geld ausgeben kann, alles viel zu teuer. Fliegende Händler kamen an Bord, wollte uns z.B. Markenuhren verkaufen, ab 180 US $ das Stück, - Markenuhren, was ein Witz. Ein anderer wollte Oberhemden nähen 55 Dollar das Stück, toll.
Beim Auslaufen hätte unser Kapitän den Dampfer bald in die Grütze gefahren, zu deutsch, auf Grund gesetzt. Plötzlich "STOP" - volle Kraft zurück, da bebte der Pott und das Wasser färbte sich braun. So etwas passiert schon 'mal, jedoch sehr selten. Bei Grundberührung kommen die Schlepper, und dann das Drydock, das wird teuer und der Kapitän ist seinen Job los, zum Glück ist alles gut gegangen. Einmal aufdocken 100 000 DM, und das alles nur um den Schiffsboden nach Rissen abzusuchen. Zum Abendessen kam der Kapitän heute nicht, - Nervenschaden?, Bauchschmerzen? oder Appetitlosigkeit?
Aber das ist jetzt vergessen, jetzt geht es mit voller Kraft nach Malaysia, danach Indonesien, dann Singapore und schließlich Europa, alles in allem dürften wir in zwei Monaten in Europa sein. Heute ist Sonntag und in zwei Tagen erreichen wir Malaysia.
Teatime Teatime
Durch unsere kurzen Fahrzeiten von teilweise 36 Stunden bis zwei Tagen, ist an Deck immer viel zu tun. Samstag zum Beispiel war die Crew damit beschäftigt das Deck zu schrubben. Beginn morgens um 6.00 Uhr, 7.30 Uhr Frühstückspause bis 8.00 Uhr, danach weiter bis 10.00 Uhr. Coffeetime bis 10.20 Uhr dann erneutes schrubben, alles im Ostfriesennerz. 12.00 Uhr, Mittag, normalerweise eine Stunde, heute aber nur 30 Minuten, weil das Deckschrubben wichtig ist. Wieder hinaus in die Hitze , wieder im Ostfriesennerz. Um 14.00 Uhr fertig mit Deck, nun werden die Luken geöffnet, Dreck zusammenfegen, mit einem großen Eimer, per Hand, nach oben ziehen, wenn man das ununterbrochen macht, hat man Arme die sich wie Gummi anfühlen, und es gibt etliche große Luken. Diesmal lag das Schiff wie eine Eins auf dem Wasser, aber so ruhig ist die See nicht immer. Nach dem Fegen muß der große Schlauch nach unten, den heben selbst vier Mann nicht alleine. Dann wird die Seewasserpumpe angestellt und die Luke wird ausgespült, daß ist ein Raum der 9 000 Tonnen faßt. Um 15.00 Uhr ist Teatime, 20 Minuten, und dann geht es wieder los. Normalerweise ist um 17.00 Uhr Arbeitsende, heute nicht, es wird fleißig weiter gearbeitet. Kurz nach 18.00 Uhr Abendbrot. Ein Essen, das für 17.30 Uhr hergerichtet wird, kann eine Stunde später nicht mehr so gut schmecken, das senkt dann gewaltig die Stimmung. Das ganze geht, ohne weitere Pause, bis zum Einbruch der Dunkelheit.
Zwei Freunde, Felix und Willi Zwei Freunde, Felix Und Willi
Sonntags das gleiche, die Ladung an Land wartet nicht. Da muß einem automatisch schlechte Laune aufkommen, in zwei Tagen 32 Stunden arbeiten, mit verkürzten Pausen, nicht ausreichend Zeit zum Essen, und anschließend noch vier Stunden Wache gehen. Ist man kurz vor dem Heimathafen, geht das Rostklopfen los, mit anschließendem Anstreichen. Wenn man bedenkt, daß das ganze 7 Tage in der Woche so geht und das 12 Monate, kaum Zeit für sich selbst.
Wenn ich daran denke, vor 31 Jahren, mein erstes Schiff, 16 Mann Besatzung, 2 200 Tonnen. Mein zweites Schiff 30 Mann, 7 500 Tonnen. Heute, 64 000 Tonnen, 22 Mann Besatzung. Fast jedes Jahr wird wegrationalisiert.

Morgen erreichen wir Kuantan in Malaysia, wir laden wieder Cobra, eine ganz empfindliche Ladung, sehr preiswert, wird in Europa als Viehfutter verarbeitet. Die Einheimischen nennen es Garbage (Müll). Wird die Ladung feucht, besteht die Gefahr der Selbstentzündung. Nun folgen noch zwei Häfen in Indonesien, danach Singapore zum Treibstoff-Bunkern. 37 bis 39 Tonnen Schweröl verbraucht unser Schiff pro Tag.
Um 22.00 Uhr beendet die Deckscrew ihre Arbeit, sehen mal wieder gut aus, Schnauze voll und ziemlich abgearbeitet, sie gehen nicht, sie schleichen aus den Luken. Macht 5 Überstunden, sind nach der Lohnerhöhung 16 US Cent mehr als noch vor ein paar Monaten. Das hat eine gewaltige Kaufkraft, wenn alle zusammen legen, können sie sich eine Cola dafür kaufen. Wie schon gesagt, kein Wunder, daß deutsche Reeder Pleite gehen.
Ist aber auch eine Frechheit, machen Überstunden und wollen auch noch Geld dafür! Unverschämte Bande! Die müssen das doch nicht! Keiner zwingt sie dazu! Ironie hoch drei.

 

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