* 20.3.1894 Bergen auf Rügen; C/12; KzS 1.1.37; Flottenkdo., 1. Asto. 8.36-10.38, anschl. Komdt. Admiral Graf Spee. Nach erfolgter Selbstversenkung seines Schiffes wählte er am 20.12.39 den Freitod. Den Entschluß zur Versenkung faßte Langsdorff, da nach den ihm vorliegenden Feindmeldungen, die bewußt von der Gegenseite
entsprechend lanziert wurden, die Engländer ihre Streitkräfte so sammeln konnten, daß ein Entkommen des Panzerschiffes aussichtslos und die Aufnahme des Kampfes ein unnötiges Opfern seiner Besatzung bedeuten würde. Ob Langsdorff die falsche Einschätzung seiner Lage noch erfuhr und hierauf sein Entschluß, den Freitod zu suchen, zurückzuführen ist, ist nicht nachprüfbar. Der Ob. d. M. hat gegenüber Hitler das Verhalten Langsdorffs gebilligt, wobei dies kein Beweis ist, ob diese Billigung tatsächlich Raeders wahre Absicht war. Da auch im Marineoffizierskorps erhebliche Unruhe herrschte, gab Raeder eine Sprachregelung heraus, in der gleichfalls das Verhalten Langsdorffs ausdrücklich gebilligt wurde. Der Schluß des Erlasses lautete jedoch, ...Das deutsche Kriegsschiff kämpft unter vollem Einsatz seiner Besatzung bis zur letzten Granate, bis es siegt oder mit wehender Flagge untergeht...
Admiral Graf Spee stellte am 6. Januar 1936 in Dienst. Zusammen mit den Panzerschiffen Deutschland und Admiral Scheer gehörte es zu den schweren, modernen Seestreitkräften der damaligen Reichsmarine in den Aufbaujahren. Die Spee wurde als drittes und letztes Schiff dieser Klasse gebaut. Bereits am 21. August 1939, also bereits neun Tage vor Ausbruch der Feindseligkeiten in Polen, hatte das Panzerschiff unter Führung von Kapitän z. See Langsdorff die heimischen Gewässer verlassen, um im südlichen Atlantik Wartestellung zu beziehen. Admiral Graf Spee konnte nach Ausbruch des Krieges im Südatlantik neun Schiffe mit 50 000 BRT aufbringen. Am 13. September 1939 gelang es einem englischen Kreuzerverband unter Führung von Kommodore Harwood, das deutsche Panzerschiff aufzuspüren und vor der Mündung des Rio de la Plata zum Kampf zu stellen. Im Verlauf dieses Gefechtes vermochte Admiral Graf Spee seine Gegner zwar zu beschädigen, erhielt jedoch selbst schwere Treffer, so daß sich KzS Langsdorff entschließen mußte, in Montevideo seine Gefechtsschäden beseitigen zu lassen. Dies gelang jedoch nicht in der festgesetzten Frist. Um der drohenden Internierung zu entgehen, wurde das Schiff am 17. Dezember 1939 in der La-Plata-Mündung von der eigenen Besatzung gesprengt. Der Kommandant wählte den Freitod.
Panzerschiff Admiral Graf Spee
Troßschiff Altmark (ab 6.8.1940 Uckermark)
Begleitschiff der Admiral Graf Spee, im Jössingfjörd 1940
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